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Die Zuversicht in den Euro hat nach Einschätzung der Rabobank deutlich nachgelassen. Hatten Anleger zuvor noch positiv auf die deutschen Pläne für höhere Investitionen reagiert, sieht die Bank inzwischen vor allem neue Belastungsfaktoren. Die Eurozone kämpft mit schwächeren Wachstumserwartungen, höheren Energiepreisen und anhaltenden Sorgen um Deutschland. Für den Euro gegenüber dem Dollar erwartet die Rabobank daher vorerst wenig Bewegung.
Nach Einschätzung von RaboResearch hat sich die Stimmung rund um den Euro im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. Anfang 2025 wurde die Gemeinschaftswährung noch vom Optimismus über Deutschland gestützt. Die Lockerung der deutschen Schuldenbremse sollte Spielraum für zusätzliche Investitionen schaffen, vor allem in die Infrastruktur.
Diese positive Erzählung wirkt inzwischen weniger überzeugend. Rabobank verweist darauf, dass ein Teil der für Investitionen vorgesehenen Mittel nach Ansicht von Kritikern genutzt wurde, um Haushaltslöcher zu stopfen. Hinzu kommt, dass die Wachstumserwartungen für die Eurozone wegen gestiegener Energiepreise gesenkt wurden.
Die höheren Energiepreise werden in dem Bericht mit dem Krieg mit dem Iran in Verbindung gebracht. Für Europa ist das ein heikler Punkt, weil die Wirtschaft weiterhin stark von bezahlbarer Energie abhängt. Werden Energiepreise teurer, spüren Unternehmen und Verbraucher das schnell.
Vor allem Deutschland spielt in der Analyse der Rabobank eine zentrale Rolle. Die größte Volkswirtschaft Europas hat nach Einschätzung der Bank gleichzeitig mit mehreren Problemen zu kämpfen. Dazu zählen höhere Energiekosten, Marktanteilsverluste an China in wichtigen Branchen und ein schwaches Produktivitätswachstum.
Bundeskanzler Friedrich Merz stellte in der vergangenen Woche ein neues Reformpaket vor. Es soll unter anderem Bürokratie abbauen, Unternehmen bei befristeten Arbeitsverträgen mehr Spielraum geben und Haushalte mit niedrigeren Einkommen steuerlich entlasten.
Zudem will die Regierung den Missbrauch von Sozialleistungen bekämpfen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Der Euro reagierte auf die Pläne dennoch kaum. Nach Einschätzung der Rabobank zeigt das, dass Anleger noch nicht davon überzeugt sind, dass Deutschland rasch aus der Krise findet.
Für Merz ist das unangenehm, zumal er auch politisch unter Druck steht. Seine Zustimmungswerte sind schwach, während die rechtsradikale AfD mit Blick auf die Regionalwahlen zulegt. Wirtschaftlicher Gegenwind kann damit schnell auch zu politischer Spannung werden.
Normalerweise können höhere Zinsen eine Währung stützen. Hebt die Europäische Zentralbank die Zinsen an, wird der Euro für renditeorientierte Anleger attraktiver.
Nach Einschätzung der Rabobank ist dieser Effekt diesmal jedoch begrenzt. Der Markt rechnet bereits vollständig mit einer weiteren Zinserhöhung der EZB in diesem Jahr. Ein großer Teil dieser Erwartung ist damit bereits im Kurs eingepreist.
Rabobank erwartet daher, dass sich der Euro gegenüber dem Dollar in den kommenden ein bis drei Monaten vor allem seitwärts um die aktuellen Niveaus bewegt. Erst auf Sicht von drei bis sechs Monaten sieht die Bank Spielraum für eine leichte Aufwärtsbewegung.
Gleichzeitig bleibt auch der Dollar anfällig für Debatten. Nach den Importzöllen von Präsident Trump im April 2025 gab der Dollar deutlich nach, ebenso wie US-Staatsanleihen. Das schürte Zweifel am Status der USA als sicherer Hafen.
Nach Einschätzung der Rabobank ist diese Diskussion noch nicht beendet. Für den Euro besteht das Problem jedoch darin, dass auch seine eigenen Stützpfeiler schwächer geworden sind. Im vergangenen Jahr erhielt die Gemeinschaftswährung noch einen kräftigen Impuls, doch dieser Schwung scheint inzwischen weitgehend verpufft.
Haushalte konkurrieren mit Rechenzentren um Strom und Chips. Die Fed sieht KI inzwischen als ernstzunehmenden Treiber der US-Inflation.
Die USA haben den zweiten Tag in Folge Angriffe auf den Iran geflogen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen gegen Bahrain, Kuwait und Katar. In der Straße von Hormus kommt der Verkehr nahezu zum Erliegen.
Das Fed-Protokoll zeigt, dass mehrere Währungshüter eine Zinserhöhung erwogen. Inflation und steigende Ölpreise erhöhen die Unsicherheit zusätzlich.
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
Der ehemalige Google-Ingenieur TechLead hat seine gesamten Bitcoin mit deutlichem Verlust verkauft. Er hält den Markt für anfällig, bleibt langfristig jedoch optimistisch.