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Die Wall Street startet mit positiven Vorzeichen in die Woche. Die Futures auf den S&P 500, den Nasdaq 100 und den Dow Jones notieren am Montagmorgen im Plus. Anleger richten ihren Blick auf wichtige Quartalszahlen und neue Inflationsdaten.

Entscheidend ist, ob das starke Gewinnwachstum weiterhin ausreicht, um die Belastung durch hohe Ölpreise und Anleiherenditen auszugleichen.
Laut FactSet dürften die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 im dritten Quartal um rund 29,6 Prozent steigen. Damit läge das Gewinnwachstum das vierte Quartal in Folge über 25 Prozent.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt die enorme Nachfrage nach Rechenzentren, Chips und weiterer KI-Infrastruktur. Diesmal dürfte der Markt allerdings nicht allein auf die Gewinnentwicklung achten.
Anleger wollen vor allem wissen, wie Unternehmen mit höheren Finanzierungskosten, teurer Energie und dem Druck auf ihre Margen umgehen.
Diese Woche legen unter anderem Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo ihre Quartalszahlen vor. Die Bankbilanzen dürften erste Hinweise darauf liefern, wie robust die US-Wirtschaft tatsächlich ist.
Besonders im Fokus stehen die Kreditqualität, das Kreditgeschäft und die Rückstellungen für mögliche Ausfälle. Das ist umso wichtiger, als die Renditen von US-Staatsanleihen auf dem höchsten Stand seit mehr als zwanzig Jahren liegen.
Auch für den KI-Sektor stehen wichtige Zahlen an: Am Mittwoch, dem 14. Oktober, legt ASML als einer der großen Branchenakteure seine Ergebnisse vor. Am Donnerstag, dem 15. Oktober, folgt der noch deutlich größere Chipkonzern TSMC. Beide Berichte dürften neue Hinweise auf die Entwicklung der KI-Investitionen liefern.
Darüber hinaus stehen am Mittwoch und Donnerstag neue Inflationsdaten an. Zunächst wird der Verbraucherpreisindex (CPI) für September veröffentlicht, anschließend folgen die Erzeugerpreise.
Die Daten sind besonders relevant, weil die Fed im September die Leitzinsen erneut angehoben hat und der Markt weiterhin mit einer weiteren Straffung der Geldpolitik rechnet. Eine höher als erwartet ausfallende Inflation könnte die Anleiherenditen erneut steigen lassen und damit Aktien unter Druck setzen.
Auch die Lage im Nahen Osten bleibt ein Einflussfaktor. Trump erklärte am Wochenende, die USA könnten Saudi-Arabien im Kampf gegen die Huthi unterstützen. Zugleich kostet Brent-Öl weiterhin mehr als 104 Dollar je Barrel.
Zwischen Russland und der Ukraine gilt allerdings eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen. Dadurch gaben die Öl- und Dieselpreise am Morgen etwas nach.
Starke Quartalszahlen könnten den Aktienmärkten diese Woche weitere Impulse geben – sofern Inflation, Ölpreise und Anleiherenditen nicht erneut für Belastungen sorgen.
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