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Die US-Aktienmärkte dürften am Montag, dem mit Sorge erwarteten 19. Oktober, mit Kursgewinnen in den Handel starten. Die Futures auf den Nasdaq 100 legen am Montagmorgen um 1,3 Prozent zu, die Terminkontrakte auf den S&P 500 gewinnen 0,8 Prozent. Damit zeichnet sich an der Wall Street eine Erholung nach der heftigen Verkaufswelle vom Freitag ab, die dem US-Chipsektor die längste Verlustserie seit 2008 beschert hatte.
Die Unsicherheit hält jedoch an. Im Laufe der Woche legen unter anderem Tesla und Meta ihre Quartalszahlen vor. Sie könnten darüber entscheiden, ob Anleger wieder Vertrauen in Technologieaktien fassen oder sich die Verkaufswelle fortsetzt.
Nach einer turbulenten Woche beruhigt sich die Lage an den Finanzmärkten allmählich. Der Nasdaq 100 verlor vergangene Woche 5,5 Prozent. Der Volatilitätsindex VIX, der als Maß für die Nervosität an der Wall Street gilt, verzeichnete zugleich den stärksten Anstieg seit Juni.
Anleger suchten unterdessen Sicherheit in US-Staatsanleihen, die als vergleichsweise sichere Anlage gelten. Die höhere Nachfrage ließ die Anleihekurse steigen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank vergangene Woche um 0,17 Prozentpunkte und gab am Montag weiter auf 5,06 Prozent nach.
Auch Gold startete mit Gewinnen in die Woche. Der Goldpreis stieg um 0,4 Prozent auf 4.181 Dollar je Feinunze. Nach Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag rechnen Anleger inzwischen weniger stark mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im weiteren Monatsverlauf.
Nach Einschätzung von Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com, bleibt die Unsicherheit an den Finanzmärkten groß. Mehrere Faktoren kommen zusammen: die bevorstehenden Quartalszahlen von KI-Unternehmen, der unklare Kurs der US-Zinspolitik und die Zwischenwahlen in wenigen Wochen.
Der Ölpreis fiel am Montag um 1,8 Prozent auf 107,90 Dollar je Barrel. Damit entfernte sich die Sorte Brent von ihrem Fünfmonatshoch. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gibt es Hinweise darauf, dass die Öllieferungen aus der Region weitgehend stabil bleiben.
Der sinkende Ölpreis und die niedrigeren Renditen sorgten an den Finanzmärkten für etwas Entlastung. Vor allem risikoreiche Anlagen profitierten von der besseren Stimmung. So legte der Bitcoin-Kurs um mehr als 2 Prozent auf über 82.500 Dollar zu.
Diese Woche richtet sich der Blick an der Wall Street auf die Quartalszahlen großer Technologiekonzerne. Am Dienstag veröffentlicht Netflix seine Ergebnisse, am Mittwoch folgen Tesla, Meta und IBM.
Anleger erhoffen sich davon mehr Klarheit darüber, ob die Verkaufswelle der vergangenen Woche eine Überreaktion war oder ein Warnsignal für größere Probleme.
Während sich an der Wall Street eine vorsichtige Erholung abzeichnet, steht der indonesische Aktienmarkt weiter unter starkem Druck. Die Börse setzte am Montag die Verluste der Vorwoche fort und fiel auf den tiefsten Stand seit 2020.
Auslöser der Unruhe war eine Warnung des Indexanbieters MSCI, der erwägt, Indonesien den Status als Schwellenland abzuerkennen. Dem Land droht dadurch der Ausschluss aus wichtigen internationalen Aktienindizes. Das könnte zum Abzug ausländischen Kapitals in Milliardenhöhe führen.
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Die Futures auf den US-Technologieindex Nasdaq 100 legen am Montagmorgen um mehr als ein Prozent zu. Anleger greifen wieder bei KI-Aktien zu, doch vom Kreditmarkt kommen weiterhin Warnsignale.
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