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Der Zahlungsdienstleister Visa soll eine milliardenschwere Übernahme des US-Kryptounternehmens Fireblocks vorbereiten. Nach Berichten US-amerikanischer Medien sind die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten.
Fireblocks widerspricht allerdings den Berichten über eine bevorstehende Übernahme. Die Gerüchte kommen zu einer Zeit auf, in der große Zahlungsdienstleister verstärkt in digitale Währungen investieren.
Nach Angaben des Nachrichtenportals Axios verhandelt Visa über eine Übernahme von Fireblocks für rund 2,5 Milliarden Dollar. Die Gespräche sollen sich in der Schlussphase befinden, eine offizielle Bestätigung steht jedoch aus. Fireblocks widerspricht den Berichten gegenüber The Block und erklärt, die Gerüchte träfen derzeit nicht zu. Visa wollte sich zu einer möglichen Übernahme nicht äußern.
Der genannte Kaufpreis liegt deutlich unter der früheren Bewertung von Fireblocks. Im Januar 2022 wurde das Unternehmen nach einer Finanzierungsrunde über 550 Millionen Dollar noch mit 8 Milliarden Dollar bewertet. Ein Übernahmepreis von 2,5 Milliarden Dollar läge damit mehr als zwei Drittel darunter.
Fireblocks wurde 2018 gegründet und entwickelt Technologie, mit der Finanzinstitute Kryptowährungen sicher verwahren und transferieren können. Eine Übernahme würde zu den größten Transaktionen der Kryptobranche zählen. Zum Vergleich: Coinbase kaufte die Handelsplattform Deribit 2025 für rund 2,9 Milliarden Dollar.
Das mögliche Interesse an Fireblocks passt zu Visas wachsendem Engagement im Stablecoin-Geschäft. Der Wert dieser Kryptowährungen ist in der Regel an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt. Sie ermöglichen schnelle Geldtransfers zwischen verschiedenen Beteiligten.
Visa arbeitet in diesem Bereich bereits mit Unternehmen wie Zerohash und Mesh zusammen. Nach Angaben des Zahlungsdienstleisters beläuft sich das über Stablecoins abgewickelte Zahlungsvolumen beim derzeitigen Tempo auf hochgerechnet mehr als 20 Milliarden Dollar pro Jahr. Das ist fünfzehnmal so viel wie ein Jahr zuvor.
Fireblocks hat zudem im September 2025 ein eigenes Zahlungsnetzwerk für Stablecoins mit mehr als 40 Teilnehmern gestartet. Dazu gehören Circle, Bridge, Zerohash und Yellow Card. Auch der Wettbewerber Mastercard investiert in diesen Markt und hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Stablecoin-Unternehmens BVNK für bis zu 1,8 Milliarden Dollar geschlossen.
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