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Vermögende Anleger aus der traditionellen Finanzwelt betrachten Bitcoin (BTC) zunehmend als langfristige Anlage. Schnelle Kursgewinne stehen dabei offenbar nicht im Vordergrund. Vielmehr nutzen sie Bitcoin, um ihr Vermögen breiter zu streuen.

Das berichtet Kevin Lee, Chief Strategy Officer der Handelsplattform BingX. Auf der Token2049 erklärte er, regelmäßig mit sehr vermögenden Anlegern zu sprechen, die neben klassischen Anlagen nach weiteren Möglichkeiten zur Diversifizierung suchen.

Vermögende Anleger setzen bei Bitcoin auf langfristige Anlagen

Nach Lees Einschätzung hat Bitcoin inzwischen eine Größe erreicht, die den Blick vermögender Anleger auf den Coin verändert. BTC ist für sie auch dann interessant, wenn sie keinen sprunghaften Anstieg des Bitcoin-Kurses innerhalb weniger Wochen erwarten.

Diese Anleger zeichnen sich ihm zufolge durch besonders viel Geduld aus. Lee beschreibt sie als Investoren mit ausgeprägten „Diamond Hands“: Sie halten an ihren Positionen fest, selbst wenn der Kurs zwischenzeitlich deutlich fällt.

Für diese Gruppe kann Bitcoin klassische Anlagen ergänzen. Als Beispiel nennt Lee einen Investor, der fünf Prozent seines Vermögens in Gold und weitere fünf Prozent in Bitcoin anlegt.

Im Mittelpunkt steht dabei die Diversifizierung. Indem Anleger ihr Kapital auf unterschiedliche Anlageklassen verteilen, wollen sie die Abhängigkeit von der Wertentwicklung einzelner Investments verringern.

Lee sieht in vermögenden Investoren deshalb eine wichtige Kapitalquelle, die am Bitcoin-Markt bislang weitgehend unerschlossen ist.

Bitcoin bei Kryptoanlegern besonders beliebt

Eine Untersuchung von CoinShares stützt dieses Bild zumindest teilweise. Das Unternehmen befragte 2.230 Anleger mit einem investierbaren Vermögen von jeweils mindestens 500.000 Dollar.

Für diese Gruppe sind langfristiger Wertzuwachs und die Diversifizierung des Vermögens die wichtigsten Gründe für Investitionen in digitale Vermögenswerte. Die Spekulation auf schnelle Kursgewinne stand dagegen an letzter Stelle.

Vor allem Bitcoin spielt dabei eine wichtige Rolle. Unter den Befragten, die bereits digitale Vermögenswerte besitzen, halten 80 Prozent BTC im Portfolio.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Bitcoin in den Portfolios vermögender Familien bereits weit verbreitet ist. Eine Untersuchung von JPMorgan zeigt vielmehr deutliche Unterschiede.

Die Bank untersuchte 333 sogenannte Single Family Offices in 30 Ländern. Diese Organisationen verwalten jeweils das Vermögen einer einzelnen sehr wohlhabenden Familie.

89 Prozent dieser Family Offices waren überhaupt nicht in digitale Vermögenswerte investiert. Im Durchschnitt entfielen lediglich 0,4 Prozent ihres Vermögens auf diese Anlageklasse. Zudem betrachteten nur 17 Prozent digitale Vermögenswerte als wichtiges Anlagethema.

Genau darin sieht Lee eine mögliche neue Quelle für die Nachfrage nach BTC. Ein großer Teil des Vermögens wohlhabender Familien ist bislang nicht am Kryptomarkt investiert. Nutzen künftig mehr dieser Anleger Bitcoin zur Diversifizierung, könnte BTC häufiger neben Gold, Aktien und anderen klassischen Anlagen in langfristig ausgerichteten Portfolios vertreten sein.

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