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US-Präsident Donald Trump steht erneut in der Kritik. Recherchen von Bloomberg zeigen, dass Händler Milliarden Dollar einsetzten, kurz bevor Trump eine wichtige Ankündigung zum Iran machte. Zugleich berichtet Reuters, dass der Präsident Dutzende Politiker und andere Amtsträger in Korruptionsfällen begnadigt hat.

Milliardengeschäfte kurz vor Trumps Iran-Entscheidung

Am 23. März kündigte Trump überraschend an, einen angedrohten Angriff auf iranische Kraftwerke zu verschieben. Die Finanzmärkte reagierten umgehend: Der Ölpreis fiel deutlich, während US-Aktien zulegten.

Auffällig war jedoch, dass bereits unmittelbar vor der Ankündigung enorme Transaktionen stattfanden.

Laut Bloomberg verkauften Händler innerhalb von zwei Minuten Ölkontrakte über rund sechs Millionen Barrel. Gleichzeitig wurden Terminkontrakte auf den US-Aktienindex S&P 500 im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar gehandelt.

Die Geschäfte wurden etwa 15 Minuten vor der Bekanntgabe von Trumps Entscheidung abgeschlossen.

Analysten der US-Aufsichtsbehörde CFTC hielten den Handel für so verdächtig, dass sie den Fall zur weiteren Untersuchung weiterleiten wollten.

Laut Bloomberg schaltete sich daraufhin ein Berater des CFTC-Vorsitzenden ein, um die Weiterleitung rückgängig zu machen. Die Ermittlungen der Aufsichtsbehörde und des US-Justizministeriums dauern an. Belege für eine Beteiligung Trumps an den Transaktionen liegen bislang nicht vor.

Trump begnadigte Dutzende politische Verbündete

Unterdessen zeigen Recherchen von Reuters, dass Trump während seiner beiden Amtszeiten mindestens 85 Amtsträger in Korruptionsfällen begnadigte oder ihre Strafen milderte.

Die meisten von ihnen hatten Verbindungen zur Republikanischen Partei oder zur politischen Bewegung um Trump.

Durch diese Entscheidungen blieben den Betroffenen insgesamt mehr als 130 Jahre Haft erspart. Zudem entfielen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt rund 15 Millionen Dollar.

Ein besonders auffälliger Fall ist Michele Fiore, eine republikanische Politikerin aus Nevada. Sie wurde verurteilt, weil sie Gelder zweckentfremdet hatte, die für ein Denkmal für einen ermordeten Polizisten bestimmt waren. Trump begnadigte sie.

Wachsende Sorge um die Korruptionsbekämpfung

Laut Reuters wurde die Bekämpfung politischer Korruption in den USA unter Trump zudem erheblich geschwächt.

Die auf Korruption spezialisierte Abteilung des Justizministeriums wurde von rund 30 Staatsanwälten auf nur noch zwei verkleinert. Auch ein spezialisiertes Ermittlungsteam des FBI wurde aufgelöst.

Experten befürchten, dass dadurch weniger Korruptionsfälle untersucht und strafrechtlich verfolgt werden. Das Weiße Haus verteidigt die Entscheidungen und erklärt, Trump wolle Missstände im Justizsystem bekämpfen.

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