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Die Vereinigten Staaten erhöhen den Druck auf Iran weiter. Nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent bereitet Washington wirtschaftliche Maßnahmen vor, wie sie das Land bislang nicht erlebt hat. Zugleich will das US-Militär die Blockade gegen Iran auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten können.

Damit verschärfen sich die Spannungen weiter. Während die US-Regierung versucht, Iran wirtschaftlich zu isolieren, wird hinter den Kulissen an einem Wechsel der Flugzeugträger gearbeitet. Die USS Abraham Lincoln ist seit Monaten im Nahen Osten im Einsatz und hat Berichten zufolge mit schwierigen Bedingungen an Bord zu kämpfen.

USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren

Bessent wählte in einem Interview mit Newsmax deutliche Worte für den nächsten Schritt Washingtons. Seinen Angaben zufolge geht es um eine Kombination aus wirtschaftlicher Isolation und der Blockade in der Straße von Hormus.

„Es wird auf eine Kombination aus wirtschaftlicher Isolation hinauslaufen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat, und einer fortgesetzten Blockade der Straße von Hormus, die verhindert, dass irgendetwas in iranische Häfen hinein- oder aus ihnen herausgelangt“, sagte Bessent.

Welche neuen wirtschaftlichen Maßnahmen die US-Regierung genau ergreifen will, ließ der Minister offen. Seine Aussagen deuten jedoch darauf hin, dass Washington den finanziellen und handelspolitischen Druck auf Iran weiter erhöhen will.

Auch militärisch zeichnet sich vorerst kein Ende des US-Einsatzes ab. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte vor Reportern, das US-Militär könne die Seeblockade gegen Iran „auf unbestimmte Zeit“ fortsetzen. Schiffe könnten seinen Angaben zufolge rotiert werden, um die Operation aufrechtzuerhalten.

Sorge um die USS Abraham Lincoln wächst

Diese Ablösung scheint inzwischen notwendig zu werden. Die USS Abraham Lincoln ist Medienberichten zufolge seit mehr als 250 Tagen im Nahen Osten im Einsatz. Die Mission des Flugzeugträgers sollte ursprünglich im Mai enden.

Die USS George Washington ist unterwegs, um die Lincoln abzulösen. Der zugehörige Flottenverband verließ nach Angaben der US-Marine am 12. August Vietnam.

Unterdessen mehren sich besorgniserregende Berichte über die Zustände an Bord der Lincoln. Hegseth bestreitet größere Probleme und erklärte, Berichte über Lebensmittelknappheit, sinkende Moral und sogar Versuche von Besatzungsmitgliedern, über Bord zu springen, seien „vollständig falsch dargestellt“ worden.

Der demokratische Kongressabgeordnete Mike Levin kommt zu einer anderen Einschätzung. Er schickte einen Brief an Hegseth und den kommissarischen Marineminister Hung Cao, in dem er seine Sorge zum Ausdruck brachte.

„Die Berichte von Militärfamilien und Angehörigen über die Bedingungen an Bord der USS Lincoln sind schlicht inakzeptabel“, heißt es in dem Schreiben.

Nach Angaben Levins gibt es Meldungen über verschimmelte Duschen, defekte Toiletten, fehlendes Warmwasser, Engpässe bei frischem Obst und Gemüse sowie Probleme bei der Versorgung. Matrosen und Marinesoldaten seien zudem einer extremen Arbeitsbelastung ausgesetzt, die zu starker Ermüdung und Erschöpfung führe.

Iran verbreitet Behauptungen über US-Besatzung

Die Bedingungen an Bord sind inzwischen auch Teil des Informationskriegs zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Iranische Medien behaupteten Anfang der Woche, sieben Angehörige der US-Marine seien bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung auf der USS Abraham Lincoln ums Leben gekommen. Mehrere weitere seien verletzt worden.

Das US-Zentralkommando weist diese Berichte zurück. Nach Angaben der Militärführung sind Darstellungen über eine Schlägerei an Bord falsch; US-Soldaten seien nicht getötet worden.

Die US-Regierung scheint derweil nicht gewillt, den Druck zu verringern. Die Marine bereitet die Ankunft der USS George Washington vor, während Bessent warnt, Iran werde mit einem Ausmaß wirtschaftlicher Isolation konfrontiert, das es seiner Ansicht nach bislang nicht gegeben hat.

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