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Die USA bereiten sich auf einen „groß angelegten“ Angriff auf Iran vor. Das Pentagon hat die Streitkräfte angewiesen, sich bereitzuhalten. Präsident Donald Trump erklärte in der Nacht, er habe kein Interesse mehr an einem Friedensabkommen.
Der Ölpreis steigt weiter. Damit ziehen auch die Anleiherenditen an, was Aktien, Bitcoin (BTC) und Gold unter Druck setzt.
Das Pentagon hat das US-Zentralkommando (CENTCOM), das die Militäroperationen im Nahen Osten leitet, vor einigen Tagen angewiesen, die Vorbereitungen abzuschließen. Das berichteten US-Regierungsvertreter gegenüber Axios.
Ein Termin steht noch nicht fest, und Präsident Donald Trump hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Sollte der Angriff auf Iran stattfinden, sind den Quellen zufolge massive Bombardierungen von Energieanlagen, Infrastruktur und Nuklearanlagen vorgesehen. Israel dürfte sich daran beteiligen.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran kommen unterdessen nicht voran. Katar vermittelt und wartet noch auf eine iranische Antwort auf einen Gegenvorschlag der USA. Darin fordert Washington Zugeständnisse beim Atomprogramm: Iran soll seine nuklearen Aktivitäten zurückfahren.
Trump selbst scheint wenig Vertrauen in die Verhandlungen zu haben. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Texas erklärte er, ein Abkommen sei für ihn wohl nicht mehr erstrebenswert. Zugleich behauptete er, Iran sei bereit, den USA alles anzubieten, damit sie die Angriffe einstellen.
Ob Iran tatsächlich zu derart weitreichenden Zugeständnissen bereit ist, wurde nicht bestätigt. In derselben Rede lobte Trump den Sondergesandten Steve Witkoff, der für die USA an dem Abkommen arbeitet. Dieser leiste aus seiner Sicht sehr gute Arbeit.
Anfang der Woche hatte Trump beklagt, niemand wisse, wer in Iran das Sagen habe. Teheran wies den Vorwurf zurück. Esmaeil Baghaei, Sprecher des iranischen Außenministeriums, verwies seinerseits auf widersprüchliche Signale aus Washington.
Das Weiße Haus erhöht unterdessen den Druck. Ein Regierungsvertreter erklärte gegenüber Axios, Iran habe kaum noch Handlungsspielraum, da die USA die Straße von Hormus kontrollierten und die iranische Wirtschaft zusammenbreche. Das Land sei massiv geschwächt und müsse nun zwischen einer einvernehmlichen Lösung und einem harten Vorgehen der USA wählen.
Der Ölpreis legt heute um 1,72 Prozent zu. Ein Barrel der international maßgeblichen Sorte Brent kostet derzeit rund 103 Dollar.

Angesichts höherer Inflationserwartungen und der kriegsbedingten Unsicherheit verlangen Anleger inzwischen historisch hohe Renditen für US-Staatsanleihen. Andere Anlageklassen verlieren dadurch wieder an Attraktivität.
Rund um die Straße von Hormus, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Öltransports verlief, geraten Tanker unter Beschuss.
In der Woche bis zum 5. Oktober registrierten Sicherheitsunternehmen mindestens zwölf Angriffe. Das ist die höchste Zahl seit Kriegsbeginn am 28. Februar.
Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde passieren noch zehn Schiffe pro Tag die Meerenge. Vor dem Krieg waren es 125. Das entspricht rund acht Prozent des üblichen Schiffsverkehrs.
US-Außenminister Marco Rubio widerspricht dieser Darstellung. Zahlen des Analyseunternehmens Kpler stützen seine Aussage: Die Ölexporte aus der Golfregion liegen wieder nahe dem Vorkriegsniveau von 18,5 Millionen Barrel pro Tag.
Der hohe Ölpreis spiegelt damit vor allem die Sorge vor einem erneuten Angriff auf Iran wider.
Für Trump ist die Lage politisch heikel. Seine Zustimmungswerte sind auf einen Rekordtiefstand gefallen, vor allem wegen der hohen Benzin- und Dieselpreise. Ein Angriff auf Iran könnte den Ölpreis kurz vor den Wahlen weiter in die Höhe treiben.
Trump selbst sah darin am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Nebraska kein Problem. Die höheren Kosten seien ein geringer Preis für die Sicherheit der Welt und der USA, erklärte er.
Ein israelischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber Axios, die Debatte über eine mögliche Wiederaufnahme umfangreicher Kampfhandlungen in Iran habe sich intensiviert. Ein Angriff vor den Wahlen sei zwar wenig wahrscheinlich, werde aber nicht ausgeschlossen. Nach den Zwischenwahlen steige die Wahrscheinlichkeit deutlich.
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