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Die US-Zinsen steigen weiter deutlich. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist auf 5,05 Prozent geklettert. Damit liegt diese wichtige Marktrendite auf dem höchsten Stand seit Juli 2007.

Der Anstieg vollzieht sich zudem in hohem Tempo. Seit dem Tiefpunkt im März ist die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 1,13 Prozentpunkte gestiegen. Das macht sich in der US-Wirtschaft immer stärker bemerkbar. So bewegen sich Hypothekenzinsen inzwischen in Richtung 7,5 Prozent, wodurch der Hauskauf in den USA erneut teurer wird.

Auch an den Börsen sorgt die Marke von fünf Prozent für zusätzlichen Druck. US-Staatsanleihen bieten Anlegern inzwischen eine vergleichsweise hohe Rendite, wodurch Aktien und andere riskantere Anlagen an Attraktivität verlieren können. Gleichzeitig verteuern sich Kredite für Unternehmen, Verbraucher und den US-Staat weiter.

US-Zinsen seit März um 1,13 Prozentpunkte gestiegen

Auffällig ist vor allem das Tempo des Zinsanstiegs. Seit dem Tiefpunkt im März ist die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 113 Basispunkte auf 5,05 Prozent gestiegen.

Das bedeutet, dass die US-Regierung deutlich höhere Zinsen bieten muss, um sich längerfristig Geld zu leihen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen spielt zudem eine wichtige Rolle als Referenzgröße für zahlreiche andere Zinssätze in den Vereinigten Staaten.

Die Bewegung fällt in eine Phase, in der Anleger besonders genau auf die Inflation und den künftigen Kurs der Federal Reserve (Fed) achten. Je länger die Zinsen hoch bleiben, desto teurer wird die Finanzierung für Haushalte, Unternehmen und den Staat.

Hypothekenzinsen nähern sich 7,5 Prozent

US-Hausbesitzer und Käufer spüren die höheren Marktzinsen unmittelbar. Hypothekenzinsen bewegen sich inzwischen in Richtung 7,5 Prozent.

Das könnte den Immobilienmarkt weiter belasten. Bei gleichem Kaufpreis führen höhere Hypothekenzinsen zu deutlich höheren Monatsraten. Käufer können dadurch weniger finanzieren oder entscheiden sich, den Erwerb aufzuschieben.

Auch Unternehmen müssen sich auf höhere Finanzierungskosten einstellen. Neue Kredite werden teurer, und bestehende Schulden müssen früher oder später zu höheren Zinsen refinanziert werden.

Hohe Zinsen setzen Aktien und Bitcoin unter Druck

Für Anleger ist vor allem die Marke von fünf Prozent relevant. US-Staatsanleihen bieten inzwischen eine vergleichsweise hohe Rendite, ohne dass Anleger dafür ein ähnliches Risiko eingehen müssen wie bei Aktien oder Kryptoanlagen.

Das kann riskantere Anlagen belasten. Besonders Technologieunternehmen reagieren empfindlich auf höhere Zinsen, weil ein größerer Teil ihrer erwarteten Gewinne weiter in der Zukunft liegt. Bei höheren Zinsen ist dieser künftige Gewinn heute weniger wert.

Auch für Bitcoin (BTC) kann ein weiterer Anstieg der US-Zinsen kurzfristig Gegenwind bedeuten. Anleger erhalten schließlich höhere Renditen auf Staatsanleihen, wodurch der Druck sinkt, zusätzliche Risiken einzugehen.

Gleichzeitig sorgt eine Rendite von mehr als fünf Prozent dafür, dass die Finanzierung der enormen US-Staatsschulden immer teurer wird. Hält das hohe Zinsniveau längere Zeit an, könnten die Zinslasten des Staates weiter steigen. Damit rückt der US-Anleihemarkt erneut als wichtiger Faktor für Aktien, Kryptoanlagen und die breitere Wirtschaft in den Fokus.

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