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Der Wert der amerikanischen Goldreserven hat in dieser Woche die Marke von 1 Billion US-Dollar überschritten. Das geht aus Zahlen des Treasury Department, dem US-Finanzministerium, hervor – während der Goldpreis weiter auf neue Rekorde klettert. Könnte der Bitcoin-Kurs folgen, oder bleibt Gold tonangebend?
Nach Angaben des Bureau of the Fiscal Service besitzt die US-Regierung gut 261 Millionen Troy-Unzen Gold. Beim aktuellen Marktpreis von 3.865 US-Dollar je Unze beläuft sich der Gesamtwert dieses Bestands inzwischen auf über 1 Billion US-Dollar. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Goldpreis um 44 Prozent niedriger.
In den offiziellen Büchern wird der Goldbestand jedoch mit einem deutlich niedrigeren Wert geführt. Der sogenannte gesetzlich festgelegte Preis, der 1973 auf 42 US-Dollar je Unze festgesetzt wurde, bewertet die amerikanischen Goldreserven nur mit 11 Milliarden US-Dollar.
Die offizielle Bewertung sorgt schon länger für Diskussionen. Einige Länder haben in der Vergangenheit beschlossen, Neubewertungsgewinne zu nutzen, um Haushaltslöcher zu stopfen oder Schulden zu tilgen. Unter anderem Italien, der Libanon sowie Curaçao und Sint Maarten griffen auf solche Mittel zurück – mit gemischtem Erfolg.
Nach einer Analyse eines Ökonomen der Federal Reserve kann die Nutzung der tatsächlichen Goldwerte die Staatsfinanzen zwar vorübergehend entlasten, strukturelle Probleme löst sie jedoch nicht. So stieg etwa die Verschuldung des Libanon weiter, selbst nachdem das Land Neubewertungsgewinne zur Schuldensenkung eingesetzt hatte.
Der steigende Goldpreis macht sich auch an den Finanzmärkten bemerkbar. Für Anleger dient Gold traditionell als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Der jüngste Preisanstieg fällt zusammen mit Erwartungen einer lockereren Geldpolitik und Sorgen über die weltweiten Schuldenstände.
Auch der Bitcoin-Kurs wird häufig mit dem Goldpreis verglichen. Während Gold von vielen als jahrhundertealter sicherer Hafen gilt, positionieren Befürworter Bitcoin zunehmend als digitale Alternative.
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