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Amerikanische Aktien sind teurer als je zuvor. Laut einem umfassenden Bewertungsindikator von Bloomberg befindet sich die Börse sogar auf einem höheren Niveau als während der Dotcom-Blase 2000 und der Zeit kurz vor dem berüchtigten Crash von 1929.
Das sorgt für zunehmende Unruhe unter Anlegern. Während die Wall Street dank der KI-Rally einen Rekord nach dem anderen bricht, warnen immer mehr Analysten, dass die Bewertungen historisch extrem geworden sind. Dadurch wächst die Diskussion darüber, wie lange diese Börsenhausse noch anhalten kann, bevor der Markt seine Grenzen erreicht.
Der amerikanische Aktienmarkt ist laut dem Bloomberg-Indikator teurer als jemals zuvor gemessen. Das Modell bündelt mehrere bekannte Bewertungsmaßstäbe, darunter Kurs-Gewinn-Verhältnisse, die Shiller-CAPE-Ratio, Preis-Buchwerte, Unternehmensbewertungen und den Buffett-Indikator.

Vor allem der Buffett-Indikator fällt ins Auge. Er vergleicht den Gesamtwert des amerikanischen Aktienmarkts mit der Größe der amerikanischen Wirtschaft. Inzwischen liegt dieses Verhältnis über 230 Prozent. Das deutet laut vielen Analysten auf einen extrem teuren Markt hin.
Auch die Shiller-CAPE-Ratio steht bei rund 40. Solche Niveaus traten zuvor vor allem während großer Börsenblasen auf, wie der Internetblase Ende der 1990er Jahre.
Trotzdem steigt die Wall Street weiter. Der S&P 500 erzielt neue Rekorde und liegt in diesem Jahr bereits fast zehn Prozent höher. Dieser Anstieg stützt sich vor allem auf eine kleine Gruppe großer Technologieunternehmen. Dadurch wird die Rally stark, aber auch verletzlich.
Der enorme Aufschwung der künstlichen Intelligenz bildet die Grundlage der aktuellen Börsenrally. Technologieunternehmen investieren Hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur, von fortschrittlichen Chips und Rechenzentren bis hin zu Cloud-Plattformen und Software. Anleger rechnen damit, dass diese Investitionen die Gewinne der größten amerikanischen Unternehmen jahrelang antreiben werden.
Auch das makroökonomische Klima spielt mit. Die Inflation hat sich zuletzt abgekühlt und die Erwartung wächst, dass die Zentralbanken die Wirtschaft weiter stützen werden. Dadurch bleiben risikoreiche Anlagen wie Aktien für Investoren attraktiv.
Immer mehr Investmentbanken erhöhen deshalb ihre Kursziele für den S&P 500. Optimistische Analysten vergleichen die Auswirkung der KI sogar mit dem Aufstieg des Internets, das Ende der 1990er Jahre einen beispiellosen wirtschaftlichen Wachstumsschub verursachte.
Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von einer Handvoll Technologieunternehmen. Ein großer Teil der Börsengewinne stammt derzeit von Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Meta und Amazon. Das macht den Markt anfällig. Wenn das Wachstum der KI-Investitionen nachlässt oder die Gewinnzahlen enttäuschen, kann der Optimismus schnell umschlagen und eine breitere Korrektur auslösen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Börsencrash bevorsteht. Historisch gesehen können Aktienmärkte Monate oder sogar Jahre auf hohen Bewertungen handeln, bevor die Stimmung umschlägt.
Trotzdem sind die Parallelen zu früheren Börsenblasen schwer zu ignorieren. Sowohl vor dem Crash von 1929 als auch während der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende erreichten die Bewertungen Niveaus, die weit über ihren historischen Durchschnitten lagen. Letztendlich folgte in beiden Fällen eine harte Korrektur.
Kritiker warnen, dass der derzeitige Markt wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Eine abkühlende Wirtschaft, schwächere Unternehmenszahlen, nachlassende KI-Investitionen, geopolitische Spannungen oder eine unerwartete Kursänderung der Zentralbanken könnten den Optimismus schnell unter Druck setzen.
Vorerst überzeugt die KI-Rally die Anleger weiterhin und amerikanische Aktien brechen Rekorde. Doch da die Bewertungen laut einigen Maßstäben höher liegen als während früherer historischer Blasen, wächst auch die Diskussion darüber, ob sich die Wall Street erneut in gefährlichem Terrain bewegt.
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