Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Die US-Regierung muss immer höhere Kosten tragen, um sich Geld zu leihen. Bei einer neuen Auktion dreißigjähriger Staatsanleihen stieg die Rendite auf 5,216 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 2001.

Die Nachfrage nach den Anleihen war zwar ausreichend. Anleger verlangen jedoch eine immer höhere Prämie, wenn sie den Vereinigten Staaten langfristig Geld leihen. Für Präsident Donald Trump und Finanzminister Scott Bessent ist das eine schlechte Nachricht.

Die hohen Zinsen belasten nicht nur den amerikanischen Staat. Renditen von Staatsanleihen dienen als Referenz für viele andere Zinssätze und wirken sich damit am Ende auch auf Hypotheken und Unternehmenskredite aus.

US-Regierung zahlt höchste Zinsen seit 2001

Das US-Finanzministerium verkaufte am Donnerstag dreißigjährige Staatsanleihen im Volumen von 25 Milliarden Dollar. Anleger erhielten dabei eine Rendite von 5,216 Prozent, den höchsten Stand seit 25 Jahren.

Bereits einen Tag zuvor hatte der Anleihemarkt ein ähnliches Signal gesendet. Bei einer Auktion zehnjähriger Staatsanleihen musste Washington die höchste Rendite seit 2007 bieten.

Dahinter stehen mehrere Sorgen. Die Vereinigten Staaten kämpfen mit hohen Haushaltsdefiziten und müssen deshalb enorme Mengen neuer Schulden aufnehmen. Zugleich bleibt die Inflation unsicher, und die Federal Reserve ist nicht mehr der große Käufer von Staatsanleihen, der sie in früheren Jahren war.

Auch traditionelle Käufer zeigen weniger Interesse an langfristigen US-Schuldtiteln. Damit wird der Staat stärker abhängig von Investoren, die vor allem dann einsteigen, wenn die Rendite attraktiv genug ist.

Von mangelnder Nachfrage konnte am Donnerstag allerdings keine Rede sein. Auf jeden angebotenen Dollar an Anleihen entfielen Gebote über 2,39 Dollar. Das liegt leicht über dem Durchschnitt von 2,36 bei den vergangenen sechs vergleichbaren Auktionen.

Das Problem ist also nicht, dass niemand US-Staatsanleihen kaufen will. Anleger wollen vor allem besser dafür entschädigt werden, dass sie ihr Geld für dreißig Jahre binden.

Hohe Zinsen werden für die USA immer teurer

Für Washington wird das zunehmend schmerzhaft. Das Volumen ausstehender US-Staatsanleihen hat sich seit 2018 ungefähr verdoppelt und liegt inzwischen bei rund 31 Billionen Dollar.

Auf diese enorme Schuldenlast müssen Zinsen gezahlt werden. Im laufenden Haushaltsjahr hat die US-Regierung dafür bereits 1,17 Billionen Dollar ausgegeben. Das sind fünfzehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Folgen sind auch außerhalb Washingtons zu spüren. Die Rendite von US-Staatsanleihen ist ein wichtiger Maßstab für die Kosten anderer Kredite. Steigen die Staatsanleiherenditen, werden etwa Hypotheken und Unternehmenskredite häufig ebenfalls teurer.

So stieg der durchschnittliche Zinssatz für eine dreißigjährige US-Hypothek in der vergangenen Woche auf 6,69 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Juli 2025.

Auch die Ratingagentur Fitch verwies am Donnerstag erneut auf die Lage der US-Staatsfinanzen. Die Bonitätsnote blieb bei AA+, doch Fitch erwartet, dass das Haushaltsdefizit im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung 2026 weiter zunimmt.

Bessent steht vor einer schwierigen Entscheidung

Die hohen Zinsen bringen Finanzminister Scott Bessent in ein Dilemma. Das Ministerium deutete zuletzt mögliche Änderungen bei der Ausgabe neuer US-Schulden an.

Eine Option wäre, weniger langfristige Staatsanleihen zu verkaufen und sich stärker kurzfristig zu finanzieren. Damit würde Washington vermeiden, sich für Jahrzehnte an die derzeit hohen Zinsen zu binden.

Ein Teil des Risikos würde damit jedoch in die Zukunft verlagert. Kurzfristige Schulden müssen schneller refinanziert werden. Sollten die Zinsen dann weiterhin hoch sein, blieben die Finanzierungskosten für die US-Regierung entsprechend hoch.

Nach Einschätzung von John Fath von BTG Pactual Asset Management kann Washington die Laufzeiten seiner Schulden deshalb nicht unbegrenzt verschieben. Am Ende werde die Regierung aus seiner Sicht das Haushaltsdefizit senken müssen.

Der Anleihemarkt sendet damit ein klares Signal. Anleger sind weiterhin bereit, die wachsende US-Staatsverschuldung zu finanzieren, verlangen dafür aber eine immer höhere Vergütung.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

Federal Reserve, Fed

Fed-Vertreterin Hammack fordert trotz milder Inflationsdaten Zinserhöhung

Federal Reserve, Fed
US-Finanzministerium
Donald Trump
Mehr Wirtschaft news

Meist gelesen

Chipmaschine
XRP, Ripple
XRP, Ripple