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Die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs haben seit dem Hoch im Oktober den größten Rückgang dieser Marktzyklus verzeichnet. Nach Angaben von Glassnode ist der Gesamtbestand um etwa 100.300 BTC zurückgegangen. Damit belaufen sich die Gesamtbestände noch auf rund 1,26 Millionen BTC.

Der Mittelabfluss folgte auf ein Rekordhoch von über 126.000 Dollar pro Bitcoin im Oktober. Seitdem hat sich der Bitcoin-Kurs strukturell abgeschwächt, was mit anhaltenden Abflüssen bei den ETF-Produkten einherging.
Allein im Januar wurden laut SoSoValue rund 1,6 Milliarden Dollar aus den ETFs abgezogen. Damit setzte sich eine Reihe von monatlichen Abflüssen fort, die im November 2025 begann.
Der Rückgang von über 100.000 BTC markiert den größten Einbruch in den ETF-Beständen seit der Einführung dieser Produkte. Die ETFs wurden 2024 und 2025 als wichtige strukturelle Katalysatoren für den Bitcoin-Anstieg angesehen. Die Kehrseite zeigt sich nun: Wenn Anleger in Scharen aussteigen, müssen Fonds Bitcoin verkaufen, um Rückkaufanträgen nachzukommen.
Glassnode weist darauf hin, dass dieser Mechanismus den Abwärtsdruck in einem ohnehin schwachen Markt verstärken kann. Auch Arthur Hayes stellte zuvor fest, dass institutionelle Hedge- und Absicherungsstrategien großer Akteure in Zeiten des Risikoabbaus zusätzlichen Verkaufsdruck verursachen können.
Der durchschnittliche Kaufpreis amerikanischer ETF-Investoren liegt bei etwa 83.980 Dollar pro Bitcoin. Mit einem aktuellen Kurs von rund 67.000 Dollar bedeutet dies, dass diese Gruppe durchschnittlich einen Buchverlust von 20 Prozent verzeichnet.

Der Kapitalabfluss beschränkt sich nicht nur auf Bitcoin. Digitale Investmentfonds verzeichneten letzte Woche erneut Abflüsse von mehreren Hundert Millionen Dollar. Damit beläuft sich der Gesamtabfluss in vier Wochen auf rund 3,7 Milliarden Dollar.
Doch das Gesamtbild ist weniger düster als die jüngsten Zahlen vermuten lassen. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas merkt an, dass die kumulierten Nettomittelzuflüsse in amerikanische Bitcoin-ETFs immer noch bei rund 53 Milliarden Dollar liegen.
Das ist zwar weniger als zum Höchststand bei über 63 Milliarden Dollar im Oktober 2025, aber dennoch wesentlich höher als die meisten Erwartungen während der Einführung dieser Produkte.
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