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American Bitcoin, das von Eric Trump und Donald Trump Jr. mitgegründete Kryptounternehmen, hat erstmals seit vier Quartalen wieder einen Gewinn erzielt. Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen 126 Millionen Dollar, vor allem dank des gestiegenen Bitcoin-Kurses.

Dennoch geriet die Aktie am Mittwoch an der Börse stark unter Druck. Die Wahlniederlage der Republikaner sorgt zudem für zusätzliche Unsicherheit bei Unternehmen mit engen Verbindungen zur Familie Trump.

Bitcoin-Kurs beschert Trump-Unternehmen Millionengewinn

American Bitcoin legte am Mittwoch seine Quartalszahlen vor. Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von rund 126 Millionen Dollar, nach einem Verlust von mehr als 57 Millionen Dollar im Vorquartal.

Der Gewinn ging größtenteils auf den Wertzuwachs der unternehmenseigenen Bitcoin-Bestände (BTC) zurück. American Bitcoin verbuchte auf seine digitalen Vermögenswerte einen bilanziellen Gewinn von rund 197 Millionen Dollar. Der Bitcoin-Kurs legte im dritten Quartal um etwa 40 Prozent zu, wodurch der Wert der Bestände deutlich stieg.

Das operative Geschäft entwickelte sich dagegen schwächer. Der Umsatz aus dem Bitcoin-Mining sank von 67 Millionen auf 63,4 Millionen Dollar. Höhere Stromkosten belasteten zudem die Gewinnmarge.

American Bitcoin konzentriert sich auf das Mining und den Aufbau von Bitcoin-Beständen. Damit verfolgt das Unternehmen eine andere Strategie als mehrere andere börsennotierte Miningunternehmen, die ihre Rechenzentren zunehmend für künstliche Intelligenz (KI) nutzen.

Ende September besaß American Bitcoin rund 8.427 BTC und damit gut 425 BTC mehr als drei Monate zuvor. Ein Teil dieser Bestände dient als Sicherheit für den Kauf von Miningausrüstung. American Bitcoin+1

American-Bitcoin-Aktie fällt nach Wahlniederlage der Republikaner

Trotz des hohen Gewinns stand die Aktie von American Bitcoin am Mittwoch stark unter Druck. Der Kurs fiel um 5,6 Prozent und schloss bei 6,24 Dollar.

Der Kursrückgang fiel auf den Tag, an dem die Demokraten ihren Sieg bei den US-Zwischenwahlen feierten. Die Partei übernimmt die Kontrolle über den Kongress. Präsident Donald Trump muss damit in den kommenden Jahren mit stärkerem politischen Widerstand rechnen.

Für Unternehmen mit engen Verbindungen zum Präsidenten könnte dies zusätzliche Unsicherheit bedeuten. Demokratische Politiker hatten bereits angekündigt, die Geschäftsinteressen von Trump und seiner Familie untersuchen zu wollen.

American Bitcoin wurde von Trumps Söhnen Eric Trump und Donald Trump Jr. mitgegründet. Damit könnte auch das Kryptounternehmen stärker in den politischen Fokus rücken. Ob die Demokraten tatsächlich eine Untersuchung zu American Bitcoin einleiten wollen, ist bislang nicht bekannt.

Das Wahlergebnis muss allerdings nicht der einzige Grund für den Kursrückgang sein. Die Quartalszahlen zeigen auch, wie stark der Gewinn vom Bitcoin-Kurs abhängt, während die Einnahmen aus dem Mining zurückgingen.

Zudem wurden die Ergebnisse erst nach US-Börsenschluss veröffentlicht. Der Kursrückgang vom Mittwoch war somit keine direkte Reaktion auf die veröffentlichten Quartalszahlen.

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