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Das fragile Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten erhält unerwartete Unterstützung. Der israelische Premierminister Netanyahu hat grünes Licht für direkte Verhandlungen mit dem Libanon gegeben. Die ersten Gespräche finden nächste Woche in Washington statt. Der Ölpreis fiel nach dieser Nachricht unter 95 Dollar pro Barrel.

Der Schritt folgt auf ein Telefonat zwischen Trump und Netanyahu. Trump forderte darin eine Reduzierung der israelischen Angriffe auf den Libanon. Der Mittwoch war der tödlichste Tag im Libanon seit Kriegsbeginn, und Iran drohte, die Vereinbarung aufzukündigen, sollten die Bombardierungen fortgesetzt werden.
Trump und Israel bestehen darauf, dass der Libanon nicht unter den Waffenstillstand fällt. Dennoch erklärte sich Israel bereit, in Trumps Worten ein hilfreicher Partner zu sein. Die Verhandlungen werden von den israelischen und libanesischen Botschaftern in Washington geführt.
Auch aus der Region selbst gibt es gute Nachrichten. Die VAE meldeten am Donnerstag, dass der Luftraum frei von Bedrohungen sei. Es wurden keine Raketen oder Drohnen aus dem Iran entdeckt. Seit Mittwoch sind keine neuen Angriffe auf Golfstaaten gemeldet worden. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Waffenstillstand dort tatsächlich wirkt.
Trotz der positiven Signale bleibt die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Seit dem Waffenstillstand haben nur wenige Schiffe die Meerenge passiert. Mehr als 400 Öltanker, 34 Gastanker und 19 LNG-Schiffe warten weiterhin auf die Durchfahrt.
Halboffizielle Medien veröffentlichten am Donnerstag eine Karte, die nahelegt, dass die Revolutionsgarde Seeminen in der Meerenge gelegt hat. Iran bot alternative Routen an, die näher an der iranischen Küste verlaufen. Schiffe dürfen laut Iran nur mit Genehmigung des Militärs passieren.
Die Kombination positiver Nachrichten drückte den Ölpreis. Berichte über Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sowie das Ausbleiben neuer Angriffe auf Golfstaaten ließen den Preis sinken. WTI fiel unter 96 Dollar, Brent handelt um die 95 Dollar.
Analysten warnen jedoch, dass die Erholung fragil bleibt. Solange Hormus nicht wirklich öffnet und der Waffenstillstand zerbrechlich bleibt, kann der Preis bei negativen Nachrichten schnell wieder ansteigen.
Vizepräsident Vance führt am Samstag eine US-Delegation nach Islamabad zu direkten Gesprächen mit Iran. Er bezeichnete die Uneinigkeiten über den Libanon als Missverständnis und warnte Iran, dass es unklug wäre, die Gespräche darüber scheitern zu lassen.
Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf, der möglicherweise im Namen Irans verhandelt, warnte seinerseits, dass weitere israelische Angriffe auf den Libanon nicht ohne Folgen bleiben würden.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Sollte der Dialog zwischen Israel und Libanon zustande kommen und der Waffenstillstand am Golf halten, könnte der Druck auf den Ölpreis weiter nachlassen. Doch die Kernfrage bleibt: Wann öffnet die Straße von Hormus tatsächlich?
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