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Eine Wallet, die Trump Media & Technology Group, dem Mutterkonzern von Truth Social, zugeordnet wird, hat in der Nacht 4.259 Bitcoin an die Kryptobörse Crypto.com überwiesen. Die Coins haben einen Gesamtwert von rund 342 Millionen Dollar und entsprechen fast einem Drittel der zuletzt vom Unternehmen gemeldeten Bitcoin-Reserven.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Einen Tag zuvor war die Aktie von Trump Media auf ein Rekordtief gefallen. Zudem können Anleihegläubiger in drei Wochen Rückzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar verlangen. Das wirft die Frage auf, ob das Unternehmen einen Verkauf seiner Bitcoin vorbereitet.

Übertragene Bitcoin dienten als Kreditsicherheit

Nach Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Arkham erfolgte die Überweisung um 03.17 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Bitcoin wurden in zwei nahezu gleich großen Transaktionen über 2.140 und 2.119 BTC an eine Adresse von Crypto.com gesendet.

Bemerkenswert ist, dass die Coins aus Wallets stammen, die laut Arkham als Sicherheit für Kredite von Trump Media dienen. In seinem Quartalsbericht teilte das Unternehmen mit, dass dafür Ende Juni rund 4.261 Bitcoin hinterlegt waren. Nach den Kreditbedingungen dürfen diese Coins nicht ohne Weiteres freigegeben werden.

Die nun überwiesene Menge entspricht nahezu exakt diesem Sicherheitenbestand. Warum Trump Media die Bitcoin transferiert hat, ist bislang unklar. Eine Anfrage von CoinDesk ließ das Unternehmen unbeantwortet.

Trump Media droht Rückzahlung von einer Milliarde Dollar

Die Überweisung erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt. Aus einer Börsenmitteilung vom 2. November geht hervor, dass Anleihegläubiger am 30. November die Rückzahlung ihrer Forderungen verlangen können. Sollten alle Investoren davon Gebrauch machen, müsste Trump Media rund eine Milliarde Dollar aufbringen.

Trump Media warnt selbst davor, möglicherweise Bitcoin oder andere Coins verkaufen zu müssen, falls sich auf anderem Wege nicht genügend Kapital beschaffen lässt.

Nach den zuletzt veröffentlichten Angaben besaß das Unternehmen Ende Juli rund 14.139 Bitcoin, einschließlich der als Sicherheit hinterlegten Coins. Die jüngste Überweisung entspricht knapp 30 Prozent dieses Bestands.

Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Trump Media seine Bitcoin verkauft hat. Die Angaben zu den Reserven sind inzwischen mehrere Monate alt. Zudem kann eine Überweisung an eine Kryptoplattform auch andere Gründe haben.

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