Donald Trump hat einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgelehnt, das iranische angereicherte Uran nach Russland zu transferieren. Der Plan war Teil eines diplomatischen Versuchs, den Konflikt um Iran zu deeskalieren.
Der Vorschlag wurde in einem Telefongespräch zwischen beiden Staatschefs erörtert. Beteiligte Quellen sagen, dass die Verlagerung des Urans ein wichtiger Schritt zur Verringerung des nuklearen Risikos rund um Iran gewesen wäre.
Russischer Vorschlag abgelehnt
Berichten zufolge schlug Putin vor, die iranische Reserve von etwa 450 Kilogramm Uran, das bis zu 60 Prozent angereichert ist, nach Russland zu bringen. Dadurch sollte gemäß dem Vorschlag ein wesentliches nukleares Risiko im aktuellen Konflikt direkt reduziert werden.
Die US-Regierung lehnte den Plan jedoch ab. Einem US-Beamten zufolge liegt das Problem weniger in der technischen Umsetzbarkeit, sondern vor allem im geopolitischen Vertrauen. Amerikanische Funktionäre betonen, dass die Sicherung des hochangereicherten iranischen Urans eine absolute Priorität im aktuellen Sicherheitskonzept bleibt.
„Wir brauchen Garantien, dass das Uran wirklich sicher verwahrt wird.“
So eine amerikanische Quelle. Das Weiße Haus unterstreicht, dass die Beendigung der Urananreicherung im Iran ein zentrales Ziel bleibt. Zudem fordert Washington, dass die nukleare Infrastruktur Irans irreversibel abgebaut wird. Trump räumte in diesem Zusammenhang erstmals offen ein, dass Russland Iran im Konflikt unterstützt.
Strategische und nukleare Implikationen
Die Diskussion dreht sich nicht nur um Diplomatie, sondern auch um Nukleartechnologie. Uran, das bis zu 60 Prozent angereichert ist, liegt nahe an der Grenze zu sogenanntem Waffenmaterial, das in der Regel über 90 Prozent angereichert ist.
Laut Nuklearexperten kann der letzte Schritt von 60 auf 90 Prozent relativ schnell erfolgen, sobald die erforderliche Infrastruktur vorhanden ist. Die Menge von etwa 450 Kilogramm wird in theoretischen Berechnungen oft als ausreichend für die Produktion mehrerer Sprengköpfe genannt, abhängig vom Waffendesign.
Für Russland könnte der Transport dieses Urans zudem geopolitische Vorteile bieten. Moskau könnte damit eine zentrale Rolle als Vermittler im Konflikt beanspruchen und gleichzeitig mehr Einfluss auf Iran und den Westen gewinnen.
Washington sieht dieses Szenario als strategisches Risiko. Sollte das Uran unter russische Kontrolle gelangen, hätte Moskau einen wichtigen Hebel in künftigen Verhandlungen über nukleare Sicherheit. Es könnte sogar Auswirkungen auf den Konflikt in der Ukraine haben.
Die aktuelle Lage weist zudem historische Parallelen auf. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden Nuklearwaffen aus der Ukraine, Kasachstan und Weißrussland nach Russland gebracht, um sie zu sichern. Der fundamentale Unterschied zu heute ist jedoch, dass das gegenseitige Vertrauen zwischen den beteiligten Großmächten deutlich geringer ist.
SK Hynix: Aktienrückkauf über 28,6 Milliarden Dollar
SK Hynix erwirbt eigene Aktien im Wert von 28,6 Milliarden Dollar, während der KI-Boom dem Chipkonzern Rekord-Cashflows beschert.
Unitree-Aktie steigt beim Börsendebüt um 629 Prozent
Nach dem Chiphersteller CXMT ist der Roboterhersteller Unitree das nächste chinesische Unternehmen, das mit einem spektakulären Börsendebüt um mehrere Hundert Prozent steigt.
S&P 500 und Nasdaq festgefahren: Zinsen und Ölpreis setzen Börsen unter Druck
An der Wall Street geht es seit drei Handelstagen bergab. Auch heute notieren die Futures im Minus. Ist das das Ende des Bullenmarkts?
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
Gefallenes KI-Wunderkind investiert 400 Millionen Dollar in ASML-Rivalen
Der ASML-Rivale Source Foundry erhielt in dieser Woche 400 Millionen Dollar von einem 24-Jährigen, der mit seinem Fonds gerade zwei Drittel verloren hat.
