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US-Präsident Donald Trump verstärkt den Kampf gegen internationalen Kryptobetrug. Die US-Behörden haben Kryptowerte im Umfang von fast einer Milliarde Dollar eingefroren und mehr als 500 betrügerische Websites abgeschaltet.

Gleichzeitig wächst die Kritik an Trumps eigenen Kryptoaktivitäten. Nach Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters haben er und seine Söhne damit mindestens 2,3 Milliarden Dollar verdient. Das wirft Fragen nach möglichen Interessenkonflikten auf.

Trump verschärft Kampf gegen internationalen Kryptobetrug

Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus am 21. Oktober stellte Trump die Ergebnisse des amerikanischen Vorgehens vor. Das Justizministerium hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass die Spezialeinheit Scam Center Strike Force Kryptowerte im Umfang von rund 938,5 Millionen Dollar eingefroren habe.

Die Guthaben sind vorläufig gesperrt, damit Kriminelle die Gelder nicht verschieben können. Ob die Geschädigten ihr Geld zurückerhalten, hängt von weiteren juristischen Verfahren ab.

Nach Angaben Trumps haben die Ermittlungsbehörden zudem mehr als 10.000 potenzielle Opfer gewarnt. Dadurch sollen in diesem Jahr mögliche Verluste von mindestens 1,6 Milliarden Dollar verhindert worden sein.

Die US-Behörden gehen vor allem gegen kriminelle Netzwerke in Südostasien vor. Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer über soziale Medien und Dating-Apps und locken sie auf gefälschte Kryptoplattformen.

Dort wird der Eindruck erweckt, dass Anlagen etwa in Bitcoin (BTC) rasch an Wert gewinnen. Tatsächlich sind die Gewinne frei erfunden. Wollen die Opfer ihr Geld abheben, werden plötzlich zusätzliche Gebühren fällig oder die Guthaben sind verschwunden.

Einige Organisationen zwingen sogar Opfer von Menschenhandel dazu, andere Menschen im Internet zu betrügen.

Die US-Behörden nehmen deshalb auch die Infrastruktur dieser Netzwerke ins Visier. So wurde bereits eine betrügerische Kryptoplattform beschlagnahmt, die Verbindungen zu einem von Kriminellen betriebenen Komplex in Myanmar haben soll.

Darüber hinaus wurden Kryptowerte im Umfang von mehr als 52 Millionen Dollar eingefroren, die mit Xinbi Guarantee in Verbindung stehen. Über diesen Marktplatz auf Telegram sollen Kriminelle Dienstleistungen zur Geldwäsche und zum Aufbau betrügerischer Websites anbieten.

Trumps eigene Kryptogeschäfte in der Kritik

Während Trump hart gegen internationale Kryptokriminelle vorgeht, verdient seine eigene Familie Milliarden Dollar in der Branche.

Nach Recherchen von Reuters haben Trump und seine Söhne seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus mindestens 2,3 Milliarden Dollar mit Kryptoprojekten verdient.

Die Nachrichtenagentur errechnete zudem, dass Anleger dieser Projekte insgesamt etwa ebenso hohe Verluste erlitten haben. Darin enthalten sind auch Buchverluste.

Diese finanziellen Interessen sorgen zunehmend für Kritik. Als Präsident bestimmt Trump die Ausrichtung der US-Kryptoregulierung mit, während seine Familie zugleich erhebliche Einnahmen aus Unternehmen und Projekten in diesem Markt erzielt.

Auch frühere Entscheidungen Trumps warfen Fragen auf. So begnadigte er im Oktober 2025 Changpeng Zhao, den Gründer der Kryptobörse Binance. Zhao hatte sich zuvor schuldig bekannt, gegen US-Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen zu haben.

Die Begnadigung entfachte die Debatte über die Verbindungen zwischen dem Weißen Haus und der Kryptobranche erneut.

Neben Trumps Vorgehen gegen internationalen Kryptobetrug steht damit auch die Frage im Fokus, wie stark seine Geschäftsinteressen die amerikanische Kryptopolitik beeinflussen.

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