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Donald Trump rechnet damit, dass es bald zu einem weitreichenden Abkommen über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommt. Nach Angaben des US-Präsidenten könnte die Vereinbarung Auswirkungen auf ganz Europa haben.

Trump sprach am Donnerstag im Weißen Haus mit einem Gesandten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ukrainische Vertreter traf er selbst dagegen nicht.

Trump spricht mit Putin-Vertrautem

Trump bestätigte am Donnerstag vor Journalisten, dass er mit Putins Sondergesandtem Kirill Dmitrijew gesprochen habe. Zum Inhalt des Gesprächs äußerte sich der Präsident nicht. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass eine Einigung bevorstehe.

Trump stellte ein weitreichendes Abkommen in Aussicht, das über die Ukraine hinausgehen und möglicherweise ganz Europa betreffen werde.

Was er damit meint, bleibt vorerst unklar. Der Präsident nannte weder Einzelheiten zum Inhalt einer möglichen Vereinbarung noch einen Zeitplan für deren Abschluss.

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, den Krieg in der Ukraine innerhalb eines Tages zu beenden. Inzwischen ist er seit fast zwei Jahren im Amt, doch der Krieg dauert weiter an.

Die Vereinigten Staaten bemühen sich seit einigen Wochen erneut um Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.

Melania Trump empfängt russische und ukrainische Vertreter

Bereits zuvor hatte Melania Trump am Donnerstag Vertreter Russlands und der Ukraine im Weißen Haus empfangen. Ihr Ehemann nahm an dem Treffen nicht teil.

Im Mittelpunkt des Treffens stand eine befristete Waffenruhe in Oleschky, einer von Russland besetzten Stadt in der ukrainischen Region Cherson.

Die vorübergehende Waffenruhe ermöglichte Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten. Sie dauerte sechs Tage und endete am 1. November.

Dmitrijew gehörte der russischen Delegation an. Bei dem Treffen dankte er Melania Trump für ihren Beitrag zum Zustandekommen der Vereinbarungen.

Die First Lady der USA hofft, dass die befristete Waffenruhe ein erster Schritt zu einem längerfristigen Friedensabkommen sein kann.

Neue Friedensgespräche in der kommenden Woche

Unterdessen sprechen US-Diplomaten mit der Ukraine und europäischen Verbündeten über die Zukunft der Region.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sprach am Donnerstag in Brüssel mit Vertretern der Ukraine, der NATO und europäischer Staaten. Nach seinen Angaben ging es dabei unter anderem um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und umfassendere Vereinbarungen zur europäischen Sicherheit.

Diese Garantien gehören zu den zentralen Streitpunkten der Friedensverhandlungen. Die Ukraine will verhindern, dass Russland nach einem möglichen Abkommen erneut in das Land einmarschiert.

Für die kommende Woche sind am 10. und 11. November neue Gespräche in Abu Dhabi geplant. Dort wollen US-Vertreter erneut mit Delegationen aus Russland und der Ukraine Fortschritte erzielen.

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zuvor für das Ausbleiben einer Einigung verantwortlich gemacht. Kiew hat zugleich wiederholt klargestellt, dass es keinen Bedingungen zustimmen will, die die Sicherheit und Unabhängigkeit des Landes gefährden.

Ob das von Trump angekündigte weitreichende Abkommen zustande kommt, wird sich bei den bevorstehenden Verhandlungen zeigen müssen.

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