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Bitcoin (BTC) notiert weit unter seinem Allzeithoch von mehr als 126.000 Dollar. Wie bei früheren Rückschlägen weckt das Zweifel an der weiteren Entwicklung. Der Technologieinvestor Jason Calacanis geht mit seiner Einschätzung besonders weit: Er hält es durchaus für möglich, dass Bitcoin sein bisheriges Rekordhoch nie wieder erreicht.

Calacanis sieht strukturelle Schwächen bei Bitcoin

Calacanis, bekannt als früher Investor bei Uber und weiteren Technologieunternehmen, sieht Bitcoin in einer grundlegend veränderten Marktphase. Auf frühere Korrekturen folgten häufig neue Rekorde. Diesmal könnte dieses Muster aus seiner Sicht ausbleiben.

Seine pessimistische Einschätzung begründet er vor allem mit einer veränderten Marktdynamik. Bitcoin habe für Spekulanten erheblich an Attraktivität verloren. Zugleich sei der Markt inzwischen deutlich reifer.

Damit meint er, dass starke Kursanstiege mit zunehmender Marktgröße schwieriger werden. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin lag bereits im Billionen-Dollar-Bereich. Um den Kurs erneut um mehrere Dutzend Prozent anzuheben, sind deshalb immer größere Kapitalzuflüsse nötig.

KI lenkt laut Calacanis Anlegerinteresse von Bitcoin ab

Calacanis verweist zudem auf die wachsende Konkurrenz durch andere Technologien und Finanzprodukte. Anleger haben heute deutlich mehr Möglichkeiten als in früheren Bitcoin-Zyklen, in digitale Vermögenswerte, KI-Unternehmen und andere Wachstumsbranchen zu investieren.

Er investiere deshalb lieber in Technologien, denen er ein größeres wirtschaftliches Wertschöpfungspotenzial zutraue. So hält er weiterhin eine Position in Bittensor (TAO), einem auf KI ausgerichteten Kryptoprojekt.

Darüber hinaus verweist er auf die jüngsten Abflüsse aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. Innerhalb von zwei Handelstagen zogen Anleger dort rund 774 Millionen Dollar ab. Anschließend floss allerdings ein Teil der Mittel wieder zurück.

Calacanis rechnet mit anhaltendem Verkaufsdruck und hält es für möglich, dass Bitcoin innerhalb von zwölf Monaten sogar wieder in Richtung des Tiefstands von 57.000 Dollar fällt.

Solche pessimistischen Prognosen sind von ihm allerdings nicht neu. Bereits 2018 und 2019 warnte er vor einem möglichen massiven Kurseinbruch bei Bitcoin.

Damals lag der Kurs bei 5.500 Dollar. Seine Prognosen bewahrheiteten sich nicht. 2024 räumte er selbst ein, dass sich Bitcoin deutlich stärker entwickelt hatte, als er erwartet hatte.

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