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Südkorea könnte 2025 einen neuen Spot-Crypto-Exchange-Traded-Fund (ETF) einführen. Die südkoreanische Börse KOSDAQ erwägt in diesem Jahr die Genehmigung eines Crypto-ETFs, wie der Vorsitzende Jeong Eun-Bo während der Eröffnungszeremonie des Finanzmarktes in Seoul bekanntgab.
Die Einführung eines Spot-ETFs in Südkorea könnte der Kryptomarkt durch die Anziehung von Millionen von Dollar an Kapital neuen Schwung verleihen.
Diese Ankündigung erfolgt nach einer turbulenten Zeit für die südkoreanische Wirtschaft. Ende 2024 scheiterte der Versuch von Präsident Yoon Suk-Yeol, den Ausnahmezustand auszurufen, was Chaos an der Börse verursachte. Viele Investoren zogen sich zurück und nahmen ihr Kapital aus dem Markt, was den wirtschaftlichen Druck weiter erhöhte. Die Folgen sind deutlich sichtbar: Die koreanischen Aktienmärkte sind in den letzten Monaten durchschnittlich um 15 % gefallen.
Kryptowährungs-ETFs gewinnen weltweit an Beliebtheit. In den Vereinigten Staaten haben 11 verschiedene Bitcoin (BTC)-Fonds bereits fast 110 Milliarden Dollar an Kapital angezogen. Auch wenn der südkoreanische Markt voraussichtlich kleiner sein wird, könnte ein Crypto-ETF dennoch Millionen bis Milliarden von Dollar an zusätzlichen Investitionen generieren. Sowohl inländische als auch ausländische Investoren könnten dadurch neues Interesse zeigen, so Kim Byung-Hwan, Vorsitzender der Financial Services Commission (FSC).
„Lassen Sie uns 2025 zu dem Jahr machen, in dem die inländischen und ausländischen Investoren, die den Markt verlassen haben, zurückkehren,“ erklärte Kim Byung-Hwan hoffnungsvoll.
Neben Crypto-ETFs kündigte Kim Byung-Hwan an, dass die südkoreanische Regierung plant, Unternehmen Security Token Offerings (STOs) anzubieten. Ein STO ermöglicht es Unternehmen, Kapital durch digitale Tokens zu beschaffen, die Vermögenswerte wie Aktien oder Anleihen repräsentieren. Diese Entwicklung bietet neue Chancen für traditionelle Finanzinstitute und Technologieunternehmen, die bereits STO-Plattformen entwickelt haben. Aufgrund politischer Unruhen blieb die Genehmigung solcher Initiativen jedoch lange aus, doch nun scheint sich das Blatt zu wenden.
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