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Das börsennotierte US-Unternehmen Strive hat erneut für mehrere Hundert Millionen Dollar Bitcoin (BTC) gekauft. Das Unternehmen des Unternehmers Vivek Ramaswamy baut seine Kryptoreserven damit weiter zügig aus. Es ist der bislang größte direkte Bitcoin-Kauf von Strive am Markt.
Strive hat seine Reserven in der vergangenen Woche um 3.311 Bitcoin aufgestockt. Das teilte Vorstandschef Matt Cole am Dienstag, dem 13. Oktober, mit.
Damit steigt der Gesamtbestand von 29.462 auf 32.773 BTC – ein Zuwachs von mehr als elf Prozent innerhalb einer Woche. Bei einem Bitcoin-Kurs von 82.300 Dollar haben die Reserven einen Wert von rund 2,7 Milliarden Dollar.
Der Kauf markiert zugleich einen Rekord: Noch nie hat Strive bei einem direkten Kauf am Markt so viele Bitcoin auf einmal erworben.
Der bisherige Höchstwert lag bei 2.500 BTC, die das Unternehmen Ende Mai und Anfang Juni für rund 185 Millionen Dollar gekauft hatte. Auch in der vergangenen Woche hatte Strive bereits 2.000 BTC erworben, deren Wert damals bei etwa 169 Millionen Dollar lag.
Der jüngste Kauf übertrifft beide Transaktionen deutlich. Gemessen am Bitcoin-Kurs vom 9. Oktober entspricht er einem Volumen von rund 272 Millionen Dollar. Den tatsächlichen Kaufpreis hat Strive nicht veröffentlicht.
Nur einmal wuchsen die Bitcoin-Reserven von Strive noch stärker: Anfang dieses Jahres übernahm das Unternehmen Semler Scientific und stockte seinen bilanzierten Bestand dadurch um rund 5.048 BTC auf. Dieser Zuwachs ging allerdings auf eine Unternehmensübernahme zurück, nicht auf einen direkten Bitcoin-Kauf.
Der Kauf fällt in eine Phase, in der Strive erneut hohe Summen bei Investoren einsammelt.
Laut Cole haben Anleger Optionsscheine, sogenannte Warrants, im Volumen von rund 208 Millionen Dollar ausgeübt. Diese berechtigen zum Kauf von Aktien zu einem vorab festgelegten Preis.
Rund 15,3 Millionen Warrants sind noch ausstehend. Anleger können sie bis Dienstag, den 13. Oktober, um 23.00 Uhr deutscher Zeit ausüben.
Dadurch könnte Strive weiteres Kapital zufließen. Das Unternehmen nutzt solche Finanzierungsinstrumente, um seine Bitcoin-Reserven auszubauen.
Wie viel der eingesammelten 208 Millionen Dollar tatsächlich in den jüngsten Kauf geflossen ist, bleibt allerdings unklar.
Darüber hinaus hat Strive eine wesentliche Änderung bei seinen Vorzugsaktien vorgenommen, die unter dem Kürzel SATA gehandelt werden.
Das Unternehmen hat verbindlich festgelegt, dass neue SATA-Aktien nicht zu einem Preis unter 100 Dollar ausgegeben werden dürfen. Diese Aktien bieten Anlegern derzeit eine jährliche Dividende von 13 Prozent.
Mit dieser Finanzierungsstruktur will Strive Kapital beschaffen, ohne klassische Kredite aufzunehmen.
Seit 2025 baut Strive einen umfangreichen Bitcoin-Bestand auf. Das Unternehmen will möglichst viele BTC erwerben und zugleich den Bitcoin-Bestand je ausstehender Stammaktie erhöhen.
In den vergangenen Monaten wuchsen die Reserven besonders schnell.
Ende September hielt Strive noch 27.462 BTC. Anfang Oktober waren es bereits 29.462 BTC. Mit dem jüngsten Kauf liegt der Bestand nun bei 32.773 BTC.
Zum Wachstum trug auch die Übernahme von Semler Scientific bei, die Anfang 2026 abgeschlossen wurde. Strive erwarb dadurch nicht nur Tausende Bitcoin, sondern wurde auch zu einem der größeren börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Beständen.
Im Juni kündigte das Unternehmen zudem an, seinen Finanzierungsspielraum um 4,2 Milliarden Dollar erweitern zu wollen. Das Kapital kann für künftige Käufe eingesetzt werden.
Die Strategie birgt allerdings Risiken. Gibt Strive neue Aktien aus, um Bitcoin zu kaufen, steigt die Zahl der ausstehenden Aktien. Bestehende Aktionäre profitieren deshalb nicht automatisch von jedem Kauf.
Zudem hängt der Wert der Reserven stark vom Bitcoin-Kurs ab. Bei einem Kursrückgang um zehn Prozent würde der Marktwert des aktuellen Bestands, ausgehend von 2,7 Milliarden Dollar, um rund 270 Millionen Dollar sinken.
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