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Strategy hat seinen riesigen Bitcoin-Bestand in der vergangenen Woche nicht ausgebaut. Stattdessen steckte das Unternehmen Geld in jene Finanzierungsstruktur, über die ein Großteil der Käufe im vergangenen Jahr bezahlt wurde.
Diese Finanzierungsquelle ist seit Monaten versiegt. Michael Saylor will sie dennoch wieder in Gang bringen.
Zwischen dem 8. und 13. September kaufte Strategy 1,42 Millionen STRC-Aktien für rund 139,3 Millionen US-Dollar zurück. Das teilte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen nun in einer Meldung an die Securities and Exchange Commission (SEC) mit.
STRC ist keine gewöhnliche Aktie, sondern funktioniert wie ein Darlehen, das Strategy nie zurückzahlen muss. Auf dem Papier ist jedes Stück 100 US-Dollar wert, darauf zahlt das Unternehmen 12 Prozent Dividende pro Jahr. Die Ausschüttung erfolgt zweimal im Monat.
Der Börsenkurs entwickelt sich unabhängig davon und fiel im Juni zeitweise auf gut 71 US-Dollar. Strategy steuert gegen: Das Unternehmen erhöht oder senkt die Dividende monatlich, um den Kurs in Richtung 100 US-Dollar zu bewegen. Gelingt das, kann es neue STRC verkaufen und Bitcoin kaufen.
Das Geld für den Rückkauf stammte aus der USD Cash. Strategy teilt seine Barmittel in zwei Töpfe auf. Die USD Reserve darf nur für Dividenden und Zinsen genutzt werden, die USD Cash ist frei verfügbar.
Aus dieser freien Kasse flossen in der vergangenen Woche 139,3 Millionen US-Dollar ab. Der Bestand sank dadurch von 1,44 auf 1,3 Milliarden US-Dollar.
Neue Stammaktien gab das Unternehmen nicht aus, und das ist bemerkenswert. Normalerweise beschafft sich Strategy auf diesem Weg frische Milliarden. Nun zahlt das Unternehmen zwei Wochen in Folge aus der eigenen Kasse, während die Aktie am Freitag 4,7 Prozent niedriger bei 130,97 US-Dollar schloss.
Seit dem 26. Juni ist der Kurs allerdings bereits um 63 Prozent gestiegen. Damit legte er mehr als doppelt so stark zu wie der Bitcoin-Kurs.

STRC steht bei dem Unternehmen schon seit einiger Zeit im Mittelpunkt. Das hat einen klaren Grund: Seit der Einführung im Juli vergangenen Jahres brachte die Aktie 20,76 Milliarden US-Dollar ein. Damit wurden 177.343 Bitcoin gekauft. Das geht aus Daten von STRC.live hervor.
Als der Kurs im Juni so stark einbrach, setzte das Unternehmen die Bitcoin-Käufe vorübergehend aus. Strategy hat durch die Ausgabe von Stammaktien mehr als 5 Milliarden US-Dollar eingesammelt, hinzu kamen weitere 540 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Bitcoin.
Dieses Geld floss in andere Bereiche:
Zudem hat Strategy die Dividende von STRC von 11,5 auf 12 Prozent pro Jahr angehoben. Nach zehn Wochen ohne Käufe wurde der Bestand Ende August wieder um 4.603 Bitcoin erhöht. Netto schrumpfte der Bestand seit Ende Juni um rund 2.300 Bitcoin auf 845.050 Bitcoin.
STRC notiert derzeit bei 98,64 US-Dollar und damit knapp unter der Marke von 100 US-Dollar, auf die Strategy den Kurs bringen will. Entscheidend bleibt, ob Anleger dann noch zum Einstieg bereit sind.

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