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Der internationale Indexriese MSCI untersucht, ob Unternehmen mit hohem Kryptoanteil in ihren Bilanzen weiterhin in seine Aktienindizes aufgenommen werden sollten. Der Vorschlag, der möglicherweise zur Ausschluss führen könnte, verursacht Unruhe bei börsennotierten Unternehmen wie Strategy, das über 660.000 Bitcoin (BTC) besitzt.
In einem gestern von Strategy veröffentlichten Schreiben an MSCI warnt das Unternehmen, dass der Indexanbieter es anstrebt, den Kurs vorzugeben, anstatt objektiv zu bewerten. Damit würde MSCI laut Strategy nicht länger neutral bei der Bewertung von Kryptowährungen als Marktkategorie bleiben.
Ein Ausschluss aus diesen Aktienkörben könnte bedeuten, dass große Fonds und ETFs ihre Positionen reduzieren müssen, was den Handel mit diesen Aktien einschränken und zu zusätzlichen Kursbewegungen führen könnte. Auch könnte die Sichtbarkeit solcher Unternehmen abnehmen, da sie nicht mehr in den üblichen Marktindizes vertreten wären.
Laut Le geht der Vorschlag über eine technische Anpassung hinaus. Er warnt, dass MSCI die Innovation in einem Sektor, der sich noch in der Entwicklung befindet, bremsen könnte. Er zieht den Vergleich zu den 1980er Jahren, als Telekommunikationsunternehmen stark in Sendemasten und Frequenzbereiche investierten. Auch diese Unternehmen wären damals ausgeschlossen worden, wenn dieselbe Logik angewendet worden wäre.
In einem Schreiben an MSCI erklärt Strategy, dass sich der Indexanbieter als Marktdirigent und nicht als objektiver Bewerter positioniert. Ein möglicher Ausschluss könnte dazu führen, dass ETFs und große Fonds ihre Aktien verkaufen müssten, was den Handel einschränken und die Sichtbarkeit solcher Unternehmen verringern könnte.
Einige Analysten glauben, dass der Vorschlag nahezu sicher umgesetzt wird. Charlie Sherry von BTC Markets meint, dass MSCI solche Konsultationen meist erst startet, wenn die Richtung bereits festgelegt ist. Die endgültige Entscheidung wird am 15. Januar erwartet.
Bis dahin bleibt es spannend, ob Krypto-Unternehmen aus den MSCI-Indizes verschwinden oder ob die Kritik letztlich ausreicht, um den Plan anzupassen.
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