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Airbnb legt heute an der Börse deutlich zu. Mit seinen Quartalszahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street auf ganzer Linie übertroffen. Die Vermietungsplattform wächst so schnell wie seit Jahren nicht mehr – vor allem dank junger Reisender und einer neuen Zahlungsoption.
Die Airbnb-Aktie (ABNB) legte im vorbörslichen Handel um 13 Prozent zu. Nach Börsenöffnung gab sie einen Teil der Gewinne wieder ab, notiert aber weiterhin knapp 9 Prozent im Plus.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 19 Prozent auf 4,87 Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro). Analysten hatten mit 4,75 Milliarden Dollar gerechnet. Auch der Gewinn je Aktie lag mit 3,16 Dollar deutlich über den erwarteten 2,85 Dollar.
Airbnb hob seine Umsatzprognose zum dritten Mal in diesem Jahr an. Zudem stellt das Unternehmen weitere 12 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe bereit. Damit entfällt auf jede verbleibende Aktie ein größerer Anteil am Unternehmen.
Konzernchef Brian Chesky sieht Airbnb wieder auf Wachstumskurs. In seinem Brief an die Aktionäre betont er, dass es einer Plattform dieser Größe nur selten gelinge, das Wachstum erneut zu beschleunigen. Genau das schaffe Airbnb derzeit.
Das klingt anders als noch im August, als Chesky sich unzufrieden mit dem Wachstumstempo gezeigt hatte.
Die Zahl der Nutzer, die erstmals bei Airbnb buchten, stieg um 13 Prozent – so stark wie seit Anfang 2022 nicht mehr. Laut Chesky entfällt fast die Hälfte dieser Neukunden auf die Generation Z, also die zwischen 1997 und 2012 Geborenen.
Über die Plattform wurden 155 Millionen Übernachtungen und Aktivitäten gebucht, 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres hatte das Wachstum noch bei 9 beziehungsweise 10 Prozent gelegen.
Ein Teil des beschleunigten Wachstums geht auf die Möglichkeit zurück, sofort zu reservieren und erst kurz vor dem Aufenthalt zu bezahlen. Diese Option steuerte 3 Prozentpunkte zum Wachstum der gebuchten Übernachtungen bei – knapp ein Fünftel des gesamten Zuwachses.
Allerdings führt nicht jede Reservierung zu einer Übernachtung. Buchungen ohne sofortige Zahlung werden häufiger storniert. Finanzchefin Ellie Mertz zufolge liegt die Stornierungsquote 2 bis 3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.
Mertz rechnet zudem damit, dass der zusätzliche Wachstumsimpuls durch die spätere Zahlung nach dem aktuellen Höhepunkt nachlässt. Das kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt: Anleger zahlen für die Aktie inzwischen mehr als das 35-Fache des Gewinns der vergangenen zwölf Monate.
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