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Die Wall Street zeigt sich weiter robust. Der S&P 500 erreichte am Donnerstag mit 7.816,70 Punkten ein neues Intraday-Allzeithoch und schloss ebenfalls auf Rekordniveau. Damit steuert der Index auf die dritte Gewinnwoche in Folge zu.
Auch der Nasdaq Composite steht vor der dritten positiven Woche in Serie. Lediglich der Dow Jones bleibt in dieser Woche leicht zurück. Am Freitagmorgen bewegen sich die Futures kaum. Die S&P-500-Futures notieren um die Nulllinie, die Nasdaq-100-Futures geben 0,20 Prozent nach, während die Dow-Futures nur wenige Dutzend Punkte zulegen. Am Markt überwiegt Optimismus, doch die Risiken bleiben.
Die wichtigste Stütze sind erneut die Unternehmensgewinne. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen im S&P 500 haben inzwischen ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Nach Angaben von FactSet liegt das Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr bei rund 50 Prozent.
Das ist beachtlich. Es erklärt, warum Anleger trotz hoher Zinsen, Unsicherheit am Ölmarkt und geopolitischer Spannungen weiter Aktien kaufen. Vor allem Technologie- und Kommunikationswerte trieben den S&P 500 am Donnerstag nach oben. Beide Sektoren legten um etwa 1 Prozent zu.
Auch Softwareaktien erholten sich deutlich. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF liegt auf Sicht der vergangenen sechs Monate rund 28 Prozent im Plus, nachdem der Sektor im ersten Quartal noch mehr als 24 Prozent verloren hatte. Der Markt scheint Wachstumswerten wieder mehr zuzutrauen.
Der Optimismus griff am Freitag auch auf Asien über. In Japan stieg SoftBank um mehr als 5 Prozent. Tokyo Electron gewann über 2 Prozent, Advantest legte 4 Prozent zu und Kioxia rückte knapp 4 Prozent vor.
In Südkorea zog SK Hynix um mehr als 6 Prozent an, während Samsung Electronics gut 2 Prozent gewann.

Das zeigt erneut, wie stark das KI- und Chipthema die globalen Märkte prägt. Zugleich bleibt die Volatilität hoch, vor allem in Südkorea, wo Chipaktien in den vergangenen Wochen zwischen kräftigen Verlusten und Rekordgewinnen schwankten.
Ganz sorgenfrei ist das Marktbild dennoch nicht. Der Ölpreis hielt sich am Freitag auf hohem Niveau. Brent notierte bei rund 86,99 Dollar je Barrel, WTI bei etwa 81,26 Dollar.
Anleger bewerten erneut drohende US-Maßnahmen gegen Iran. Finanzminister Scott Bessent zufolge arbeitet Washington an wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Iran von bislang unbekanntem Ausmaß. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zudem, die USA könnten die Seeblockade Irans theoretisch auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten.
Damit bleibt die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis bestehen.
Heute richten Anleger den Blick noch auf die US-Einzelhandelsumsätze für Juli. Ökonomen erwarten lediglich ein Wachstum von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ein schwacher Wert könnte auf nachlassende Konsumausgaben hindeuten und die US-Notenbank zu mehr Vorsicht bei weiteren Zinserhöhungen veranlassen.
Ein stärkerer Wert könnte dagegen der Einschätzung neuen Auftrieb geben, dass die Inflation weiter bekämpft werden muss und die US-Notenbank handeln sollte.
Die steigenden Ölpreise scheinen in den USA allmählich eine breitere Inflationswelle auszulösen. Das wird nun zur Belastung für die Märkte.
Tesla muss länger auf die europäische Zulassung für FSD warten. Die wichtige Abstimmung wurde auf frühestens Dezember verschoben.
Nvidia zahlt Anlegern in dieser Woche eine deutlich höhere Dividende. Konzernchef Jensen Huang erhält dabei mehr als 203 Millionen Dollar.
Ein Kryptoanalyst erwartet, dass einige XRP-Anleger in diesem Jahr finanziell kräftig profitieren könnten, falls der XRP-Kurs weiter stark steigt.
ChatGPT rechnet für den 1. Oktober mit einem XRP-Kurs von 1,55 US-Dollar. Ein anziehender Kryptomarkt könnte den Coin weiter stützen.
Grok erwartet, dass der XRP-Kurs in Richtung 1,80 Dollar steigen könnte. Zugleich bleibt ein Rückfall auf 1,40 Dollar möglich.