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Sicherheitsforscher müssen künftig eine Gebühr zahlen, wenn sie Schwachstellen in der Solana-Software Firedancer melden. Die Entwickler verlangen dafür 1 SOL, derzeit rund 100 Dollar. Damit wollen sie die Flut an Meldungen eindämmen, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden.
Firedancer ist eine Software, mit der Computer Transaktionen im Netzwerk von Solana (SOL) prüfen und verarbeiten. Das Handelsunternehmen Jump Crypto hat sie als Alternative zu Agave entwickelt, der bislang wichtigsten Software für diese Aufgaben.
Bei einem Sicherheitswettbewerb vom 9. April bis zum 9. Mai gingen 809 Meldungen von 162 Forschern ein. Dabei wurden 127 unterschiedliche Sicherheitslücken identifiziert. Fast die Hälfte der berechtigten Meldungen betraf bereits gemeldete Schwachstellen.
Laut Jump Crypto spielte KI dabei eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe können Forscher mögliche Schwachstellen schneller aufspüren. Die Entwickler müssen allerdings weiterhin selbst prüfen, ob die gemeldeten Probleme tatsächlich bestehen.
Zeitweise waren 299 Meldungen gleichzeitig offen. Dadurch verzögerten sich die Untersuchung und die Behebung tatsächlicher Sicherheitslücken.
Schon während des Wettbewerbs wurde eine Gebühr von 100 Dollar pro Meldung erhoben. Zudem durften Teilnehmer höchstens einen Bericht pro Tag einreichen.
Die neuen Regeln gelten seit Montag, dem 26. Oktober. Forscher müssen künftig 1 SOL vernichten, damit ihre Meldung für eine Prämie berücksichtigt wird.
Diese Coins werden dauerhaft aus dem Umlauf genommen. Auch wenn sich eine Meldung als falsch herausstellt oder eine bereits bekannte Schwachstelle beschreibt, erhalten die Forscher ihre SOL nicht zurück.
Gleichzeitig erhöht Jump Crypto die Prämien für relevante Entdeckungen. Bis zum 20. November erhalten Forscher das Doppelte der üblichen Vergütung.
Für Schwachstellen in Alpenglow, dem neuen System zur Bestätigung von Transaktionen auf Solana, werden die Prämien sogar verdreifacht. Für schwerwiegende Fehler sind damit bis zu 300.000 Dollar möglich.
Der vorangegangene Sicherheitswettbewerb deckte unter anderem einen Fehler auf, durch den Firedancer Transaktionen in der falschen Reihenfolge ausführen konnte. Dadurch konnten Computer im Solana-Netzwerk zu unterschiedlichen Ergebnissen über die korrekten Kontostände kommen.
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