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Entwickler des XRP Ledger (XRPL) haben vier Schwachstellen bei der Verarbeitung bestimmter Token im Netzwerk entdeckt. Dadurch können Token unter Umständen ohne Zustimmung des Herausgebers an Nutzer gelangen. Ein neues Update soll die Sicherheitslücken schließen.
Nach Angaben der XRP Ledger Foundation gibt es keine Hinweise darauf, dass Hacker die Schwachstellen ausgenutzt haben.
Das vorgeschlagene Update mit dem Namen fixCleanup3_5_0 betrifft Token, für die besondere Zugangsregeln gelten. Dazu zählen etwa Stablecoins und tokenisierte Anteile an Investmentfonds.
Die Herausgeber dieser Token können festlegen, wer sie halten oder handeln darf. Nutzer müssen dafür teilweise zunächst ihre Identität überprüfen lassen und eine Genehmigung erhalten.
Die Entwickler entdeckten jedoch vier Fälle, in denen diese Kontrollen nicht zuverlässig greifen. Unter bestimmten Umständen können Token dadurch an Nutzer gelangen, denen die erforderliche Genehmigung fehlt.
Das kann beispielsweise bei automatisierten Liquiditätspools passieren, über die Nutzer Kryptowährungen tauschen können. Auch können bestehende Wallets in bestimmten Fällen zusätzliche Token erhalten, ohne dass erneut geprüft wird, ob der Inhaber dazu berechtigt ist.
Das vorgeschlagene Update soll sicherstellen, dass die Zugangsregeln künftig in allen Fällen greifen.
Laut Hussein Zangana, Leiter des Bereichs Community und Produkt bei der XRP Ledger Foundation, soll das Update vor allem möglichen künftigen Problemen vorbeugen.
Die Stiftung betont, dass es keine Hinweise auf eine Ausnutzung der Schwachstellen durch böswillige Akteure gibt.
Für die meisten Nutzer ändert sich wenig. Die neuen Regeln betreffen vor allem Inhaber von Token, für die eine Genehmigung des Herausgebers erforderlich ist.
Wer solche Token derzeit ohne die erforderliche Genehmigung hält, kann sie nach dem Update möglicherweise nicht mehr frei handeln. Diese Nutzer können ihre Token dann nur noch an den Herausgeber zurücksenden. Sobald dieser die Genehmigung erteilt, lassen sich die Token wieder wie gewohnt nutzen.
Das Update ist bislang noch nicht umgesetzt. Zunächst müssen die Änderungen in die Netzwerksoftware aufgenommen werden.
Anschließend müssen die Validatoren, die Transaktionen auf dem XRP Ledger überprüfen, zustimmen. Damit das Update aktiviert wird, müssen mindestens 80 Prozent der als vertrauenswürdig eingestuften Validatoren es zwei Wochen lang durchgehend unterstützen.
Wann die neuen Regeln in Kraft treten, steht noch nicht fest.
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