Das amerikanische Sportwettenunternehmen SharpLink Gaming hat eine enorme Investition in Ethereum (ETH) getätigt. Laut einer Meldung auf X von Journalist Walter Bloomberg handelt es sich um einen Kauf von über 176.000 ETH im Wert von fast 463 Millionen Dollar. Damit ist SharpLink auf einen Schlag der größte börsennotierte Halter von Ethereum geworden.
Ethereum-Reserve von 176.271 ETH
SharpLink kaufte insgesamt 176.271 Ethereum (ETH) zu einem Durchschnittspreis von 2.626 Dollar pro Stück. Der Kauf ist Teil eines früher angekündigten Plans, eine strategische Kryptoreserve mit ETH aufzubauen. Mittlerweile hat das Unternehmen bereits 95% dieses Bestands aktiv für Staking und Liquid Staking eingesetzt. Diese Methoden erbringen zusätzliche Rendite über das Vermögen.
Mit dieser Strategie weicht SharpLink von dem Weg ab, den viele andere börsennotierte Unternehmen gehen, die üblicherweise Bitcoin (BTC) als Reserve wählen. Ethereum bietet laut dem Unternehmen mehr Möglichkeiten für Rendite und praktischen Einsatz im breiteren Ökosystem.
Noch 540 Millionen Dollar an Investitionsspielraum
Die Investition in Ethereum ist Teil eines größeren Plans von SharpLink, digitale Vermögenswerte im Wert von insgesamt 1 Milliarde Dollar aufzubauen. Mit der ersten Anschaffung sind bereits 460 Millionen Dollar eingesetzt, sodass noch über 540 Millionen Dollar für zukünftige Investitionen verfügbar sind.
Die Finanzierung erfolgt über ein sogenanntes At-the-Market (ATM) Aktienprogramm. Dabei kann SharpLink jederzeit neue Aktien ausgeben, zum jeweils gültigen Marktpreis. Diese Vorgehensweise erinnert an die Strategie von Strategy (früher MicroStrategy), die auf ähnliche Weise große Mengen Bitcoin erworben hat.
Aktie sinkt um 71% durch Verwirrung
Trotz der Nachrichten über die strategische Investition erlitt die Aktie von SharpLink einen starken Einbruch. Der Kurs fiel um ganze 71% nach Verwirrung über einen möglichen Aktienverkauf. Investoren dachten, das Unternehmen würde direkt Aktien auf den Markt werfen, aber laut Mitbegründer Joseph Lubin ist das nicht der Fall.
„Es wurden keine Aktien verkauft,“ sagte Lubin. „Wir haben nur angegeben, dass wir in der Zukunft möglicherweise Aktien ausgeben wollen, falls es notwendig ist.“ Diese Nuance kam offenbar nicht gut bei den Investoren an.
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