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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Kriegs gegen Russland. Nach Gesprächen mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner stellt sich die Ukraine erneut auf einen harten Kriegswinter ein.

Gleichzeitig kommt offenbar vorsichtig Bewegung in die Verhandlungen. Nach Angaben Witkoffs wurden bei Gesprächen mit Russland Fortschritte erzielt; die Vereinigten Staaten hätten neue Vorschläge aus Moskau nach Kiew mitgebracht. Worum es dabei genau geht, ist bislang nicht bekannt.

Neue Vorschläge nach Gesprächen mit Putin auf dem Tisch

Witkoff und Kushner trafen Selenskyj am Sonntag in Kiew. Später kamen auch Sicherheitsvertreter aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland hinzu. Ihre Teilnahme war zuvor nicht angekündigt worden.

„Wir haben in Moskau Fortschritte erzielt. Es gibt neue Ansätze, die wir nach Kiew mitgebracht haben“, sagte Witkoff anschließend.

Was genau hinter diesen neuen Ideen steht, wollte Selenskyj nicht sagen. Gesprochen wurde jedoch auch über den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Zukunft der Ukraine nach dem Krieg.

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Zukunft der besetzten ukrainischen Gebiete. Nach Ansicht Selenskyjs müssen Entscheidungen über territoriale Fragen am Ende von den Staats- und Regierungschefs selbst getroffen werden.

Russland fordert unter anderem, dass die Ukraine den verbliebenen Teil der Region Donezk aufgibt. Kiew lehnt das ab. In dem Gebiet liegen mehrere stark befestigte Städte, die Russland trotz jahrelanger Kämpfe bis heute nicht einnehmen konnte.

Die Vereinigten Staaten, die Ukraine und europäische Staaten haben vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. Wann und wo die nächste Runde stattfindet, ist noch offen.

Ukraine bereitet sich auf weiteren schweren Winter vor

Trotz der diplomatischen Gespräche rechnet Kiew damit, dass der Krieg auf absehbare Zeit weitergeht. Die Ukraine wirbt deshalb bei ihren Verbündeten um Unterstützung für ein Paket, mit dem sie den kommenden Winter überstehen kann.

Dabei geht es unter anderem um zusätzliche Luftverteidigung und Energieversorgung. Auch die Lieferung von amerikanischem Flüssigerdgas, also LNG, wird diskutiert.

Diese Hilfe ist wichtig, weil Russland in den vergangenen Tagen nahezu ununterbrochen Luftangriffe mit neuen Drohnen mit Strahltriebwerken geflogen hat. Selbst in Kiew, wo die Menschen seit Jahren mit dem Krieg leben, haben die Angriffe den Alltag erheblich gestört.

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