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Russland treibt den Aufbau eines regulierten Kryptomarktes voran. Finanzinstitute dürfen unter strengen Auflagen Dienstleistungen rund um Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen anbieten. Nun hat auch die größte Bank des Landes die Genehmigung erhalten. Damit könnten Millionen Kunden bald Zugang zu Kryptowährungen bekommen.

Sberbank erweitert Kryptoangebot

Die russische Zentralbank hat Sberbank in das Register der zugelassenen Kryptohändler aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Insgesamt haben inzwischen neun Organisationen die Genehmigung erhalten, Kryptohandel anzubieten.

Bereits Anfang des Monats wurde Sberbank in ein separates Register für Anbieter aufgenommen, die Eigentumsverhältnisse und Übertragungen von Kryptowährungen für ihre Kunden dokumentieren dürfen. Die Bank kann damit sowohl im Handel als auch in der Verwahrung von Kryptowährungen tätig werden.

Die beiden Registrierungen erfüllen unterschiedliche Zwecke. Registrierte Händler dürfen Kryptowährungen außerhalb regulärer Börsen auf eigene Rechnung kaufen und verkaufen. Verwahranbieter dokumentieren hingegen, wem die Coins gehören und wann sie übertragen werden.

Sberbank hatte bereits im Laufe dieses Jahres mit der Entwicklung einer eigenen Krypto-Wallet begonnen. Mit der neuen Genehmigung kann die Bank ihr Kryptoangebot weiter ausbauen.

Russland setzt auf einen regulierten Kryptomarkt

Die Entwicklung zeigt, wie stark sich Russlands Haltung zu Kryptowährungen in den vergangenen Jahren verändert hat. Noch 2022 schlug die Zentralbank vor, inländische Kryptobörsen zu verbieten und Finanzinstituten den Umgang mit Kryptowährungen zu untersagen.

Seit dem 1. September gilt jedoch ein neues Gesetz, das einen regulierten Markt ermöglicht. Banken, Broker, Börsen und registrierte Verwahranbieter können daran teilnehmen.

Die neuen Regeln bedeuten nicht, dass Russland sämtliche Beschränkungen für Kryptowährungen aufhebt. Zahlungen mit Kryptowährungen bleiben verboten. Ab Juli kommenden Jahres müssen Kryptotransaktionen zudem über registrierte Vermittler abgewickelt werden.

Dadurch wird der direkte Kryptohandel zwischen Privatpersonen über russische Bankkonten stark eingeschränkt.

Sberbank testet Handel mit Bitcoin und Ethereum

Sberbank will ihre ersten Produkte ab dem 1. Dezember über bestehende Bankangebote bereitstellen. Kunden müssen dafür voraussichtlich keine völlig neue Plattform nutzen.

Intern laufen bereits Tests für den Handel. Nach Angaben von Sberbank werden dabei unter anderem Bitcoin, Ethereum (ETH) und der Stablecoin USDT erprobt. Auch weitere große Kryptowährungen sind Teil der Tests.

Welche Kryptowährungen letztlich angeboten werden, steht noch nicht fest. Die endgültige Auswahl legt die russische Zentralbank fest.

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