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Die Spannungen zwischen Russland und Großbritannien nehmen zu. Moskau droht London mit Konsequenzen, nachdem die Ukraine britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt haben soll.
Russland wirft Großbritannien vor, den Krieg bewusst weiter zu eskalieren, und warnt, London werde dafür einen Preis zahlen. Die britische Regierung weist die Drohung zurück. Sie erklärt, sich nicht einschüchtern zu lassen, und hält an ihrer Unterstützung für die Ukraine fest.
Russland hat den Ton gegenüber Großbritannien deutlich verschärft. Auslöser sind Berichte, wonach die Ukraine in den vergangenen sechs Monaten Drohnen zweier britischer Unternehmen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt hat.
„London setzt bewusst auf Eskalation“, erklärte die russische Botschaft am Montag. Nach Darstellung Moskaus steigt der Preis für Großbritannien, je enger sich das Land in den Krieg einbinden lasse und je mehr Unterstützung es der Ukraine gewähre.
Russland warnte dabei vor „Konsequenzen, für die Großbritannien Rechenschaft ablegen müssen wird“. Was Moskau konkret plant, ließ die Botschaft offen.
London zeigt sich bislang unbeeindruckt. Die britische Ministerin Lilian Greenwood sagte am Dienstag dem Sender Times Radio, ihr Land lasse sich „auf diese Weise nicht einschüchtern“.
„Unsere Botschaft an Russland lautet: Wir stehen an der Seite der Ukraine“, sagte Greenwood. Sie betonte, Großbritannien unterstütze die Ukraine seit der russischen Invasion und werde daran festhalten.
Nach Angaben der Times of London nutzte die Ukraine Drohnen zweier britischer Unternehmen für Angriffe tief in Russland. Dabei sollen unter anderem Ölraffinerien in Wolgograd im Südwesten Russlands und in Jaroslawl nahe Moskau angegriffen worden sein.
Die Ukraine erhöht seit Längerem den Druck auf die russische Energieversorgung. Mit Drohnen werden unter anderem Raffinerien und logistische Infrastruktur attackiert, wodurch mehrere große Anlagen ihre Produktion drosseln mussten.
Diese Strategie trifft Russland an einer empfindlichen Stelle. Den Berichten zufolge haben die Angriffe zu Treibstoffengpässen in weiten Teilen des Landes beigetragen, die die russische Regierung nur schwer in den Griff bekommt.
Es ist nicht das erste Mal, dass britische Waffen für Angriffe auf russisches Staatsgebiet genutzt werden. Großbritannien lieferte der Ukraine zuvor Storm-Shadow-Marschflugkörper, mit denen Ziele über große Distanzen getroffen werden können.
Ukrainische Streitkräfte setzten diese britischen Raketen im November 2024 erstmals gegen Ziele innerhalb Russlands ein.
Der Einsatz britischer Drohnen sorgt nun erneut für Spannungen zwischen London und Moskau. Russland weist die Verantwortung dabei zunehmend jenen Staaten zu, die die Ukraine mit Waffen und militärischer Ausrüstung versorgen.
Großbritannien scheint vorerst nicht von seinem Kurs abzurücken. Die britische Regierung erklärt, trotz der russischen Drohungen weiter an der Seite der Ukraine zu stehen.
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