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Ripple Labs und die amerikanische Börsenaufsicht haben einen gemeinsamen Antrag gestellt, um ihr laufendes Berufungsverfahren vorübergehend zu pausieren. Anlass ist eine Grundsatzvereinbarung über eine mögliche Einigung, die noch auf die Genehmigung der SEC-Kommission wartet.
Diese Entwicklung folgt auf frühere bemerkenswerte Nachrichten: Die SEC gab letzten Monat bekannt auf das Berufungsverfahren zu verzichten im Fall gegen Ripples Topmanager Brad Garlinghouse und Chris Larsen. Das wurde bereits als großer Sieg für Ripple angesehen. Der Fokus liegt nun noch auf der Abwicklung der finanziellen Aspekte und den genauen Bedingungen einer endgültigen Einigung.
Seit Dezember 2020 steht Ripple im Zentrum eines Rechtsstreits über den Status von XRP. Die Securities and Exchange Commission (SEC) behauptet, dass XRP als ein nicht registriertes Wertpapier verkauft wurde. Ripple argumentiert hingegen, dass XRP eine Währung ist und somit außerhalb der Reichweite der Aufsichtsbehörde liegt.
Dieser Rechtsstreit wurde von vielen als Maßstab dafür angesehen, wie amerikanische Regulierungsbehörden in Zukunft mit Kryptowährungen umgehen werden. Investoren, Entwickler und andere Projekte verfolgten den Verlauf genau, da dies direkte Auswirkungen auf die Art und Weise haben könnte, wie neue Token auf den Markt gebracht werden.
Nun da beide Parteien angeben, dass sie bereit sind, den Streit außergerichtlich zu beenden, scheint endlich ein Durchbruch erreicht. Der Antrag an das Gericht, den Fall in „abeyance“ zu halten, also vorübergehend auf Eis zu legen, deutet darauf hin, dass die Gespräche über die Details einer endgültigen Einigung fast abgeschlossen sind.
Interessanterweise kommt dieser Antrag kurz nachdem die SEC und die Krypto-Börse Gemini Anfang April ebenfalls eine Pause in ihrem Fall ankündigten, im Hinblick auf eine mögliche Regelung. Auch dort ging es um einen langwierigen Rechtsstreit, in diesem Fall über das Earn-Programm von Gemini.
Es ist noch nicht klar, welche Bedingungen Ripple genau akzeptiert oder welche Zugeständnisse die SEC zu machen bereit ist. Was jedoch feststeht, ist, dass diese Entwicklung als Signal für andere Unternehmen in der Branche dienen kann.
Wenn die Einigung endgültig genehmigt wird, würde das nicht nur ein Kapitel für Ripple abschließen, sondern auch den Ton angeben, wie andere Kryptowährungsfälle in den USA behandelt werden.
Zum Zeitpunkt des Schreibens steht der XRP-Kurs bei $2, ein Rückgang von 0,52% in den letzten 24 Stunden.
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