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Ripple führt wichtige Änderung auf dem XRP Ledger ein, die das Netzwerk für Stablecoins und andere Token attraktiver macht.
Eine Funktion, die bisher nur für XRP verfügbar war, steht nun allen genehmigten Token im Netzwerk zur Verfügung. Was bedeutet das für die Zukunft des XRPL?
Auf dem Mainnet des XRP Ledger wurde jetzt das Upgrade XLS 85 aktiviert, wie Ripple in einem X-Beitrag bekannt gab. Dieses Update ermöglicht es, auch andere Token wie Stablecoins und Real World Assets (RWA’s) im Netzwerk in Escrow zu hinterlegen.
Bisher war diese Funktion ausschließlich für XRP verfügbar. Escrow erlaubt es, Token automatisch zu sperren und erst freizugeben, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Das geschieht direkt auf der Blockchain, ohne externe Smart Contracts oder Dritte.
Die Änderung macht den XRP Ledger deutlich attraktiver für Institutionen, die tokenisierte Vermögenswerte im Rahmen von rechtlichen Vorgaben ausgeben wollen. Escrow spielt dabei eine Schlüsselrolle, sorgt für Transparenz und ermöglicht die automatische Freigabe von Token zu festgelegten Zeitpunkten.
Beispiele sind Stablecoins wie RLUSD oder tokenisierte Formen von Immobilien und Anleihen. Mit diesem Upgrade müssen Emittenten keine komplexen Smart Contracts mehr erstellen oder externe Parteien für Escrow einbinden. Alles läuft direkt über die Blockchain.
Ripple führte die Escrow-Funktion im Dezember 2017 ein, als das Unternehmen 55 Milliarden XRP hinterlegte. Das war mehr als die Hälfte des maximalen Vorrats von 100 Milliarden XRP. Seitdem werden monatlich maximal 1 Milliarde XRP freigegeben. Nicht genutzte Mengen werden häufig erneut in Escrow platziert.
Laut Zahlen von XRPscan sind derzeit noch etwa 33,8 Milliarden XRP in Escrow hinterlegt. Das neue Update ändert nichts an der Funktionsweise für XRP selbst, macht die Funktion jedoch auch für andere Token verfügbar, die über Trustlines ausgegeben werden.
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