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OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat mithilfe künstlicher Intelligenz Hunderte Sicherheitslücken in Linux entdeckt. Das KI-System entwickelte zudem funktionsfähige Angriffe, mit denen sich Computer unter bestimmten Umständen vollständig übernehmen lassen.

Die Entdeckung wirft auch Fragen zur Sicherheit von Bitcoin und Ethereum auf, da viele Systeme in der Kryptobranche unter Linux laufen.

OpenAI entdeckt 948 Sicherheitslücken in Linux

Nach Angaben von OpenAI hat das KI-System 948 Schwachstellen im Linux-Kernel gefunden. Das Betriebssystem wird weltweit für Server, Rechenzentren und andere wichtige digitale Infrastruktur eingesetzt.

Für jede entdeckte Schwachstelle entwickelte die KI in einer kontrollierten Testumgebung einen funktionsfähigen Angriff. So konnten die Forscher nachweisen, wie sich die Sicherheitslücken ausnutzen lassen. In bestimmten Fällen können Angreifer mit eingeschränktem Zugriff auf einen Computer dadurch vollständige Administratorrechte erlangen.

Bemerkenswert sind vor allem die Kosten. Die gesamte Untersuchung kostete OpenAI rund 1,2 Millionen US-Dollar. Das entspricht im Durchschnitt lediglich 1.279 US-Dollar je Schwachstelle, für die ein funktionsfähiger Angriff entwickelt wurde.

Nach Angaben von OpenAI könnten vergleichbare Entdeckungen bei Sicherheitswettbewerben theoretisch Prämien zwischen 18,9 Millionen und 66,3 Millionen US-Dollar einbringen.

Das Unternehmen betont, Ziel der Untersuchung sei es, Sicherheitsprobleme aufzudecken, bevor Hacker sie ausnutzen können.

Deshalb erarbeitete die KI auch Vorschläge, um die gefundenen Schwachstellen zu beheben. Sicherheitsforscher prüfen die Ergebnisse, bevor sie an die Linux-Entwickler weitergegeben werden.

Was bedeutet das für Bitcoin und Ethereum?

Die Entdeckung ist auch für die Kryptobranche relevant. Viele Computer, die Blockchain-Netzwerke betreiben, nutzen Linux. Das gilt unter anderem für einen Großteil der Rechner, die Transaktionen im Ethereum-Netzwerk überprüfen.

Eine Sicherheitslücke in Linux kann daher auch Risiken für Kryptoplattformen und andere Dienste mit sich bringen, die auf das Betriebssystem angewiesen sind.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) selbst angreifbar sind. Ein Angriff auf einen einzelnen Computer ist nicht mit einem Angriff auf das gesamte Blockchain-Netzwerk gleichzusetzen.

Mudit Gupta, technischer Leiter von Polygon Labs, weist darauf hin, dass dezentrale Netzwerke solchen Angriffen besser standhalten können. Sie bestehen aus einer Vielzahl unabhängiger Computer. Ist ein einzelnes System betroffen, kann der Rest des Netzwerks weiterarbeiten.

OpenAI warnt zugleich, dass KI die Suche nach Sicherheitslücken und deren Ausnutzung erheblich verbilligt. Dadurch könnten auch Angreifer Schwachstellen schneller aufspüren.

Die Forschungsergebnisse stammen von OpenAI selbst und wurden bislang nicht vollständig unabhängig überprüft. Auch das verwendete KI-Modell ist noch nicht öffentlich zugänglich.

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