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Die US-Aktienfutures notieren heute Morgen überwiegend im Minus. Bereits am Donnerstag hatten Zweifel an der KI-Hausse zu deutlichen Kursverlusten geführt. Obwohl ASML, TSMC, Meta Platforms, SpaceX und Super Micro bereits starke Quartalszahlen vorgelegt haben, schwindet das Vertrauen der Anleger in den Investitionszyklus.

Am Donnerstag schloss der S&P 500 mit einem Minus von 1,2 Prozent. Der Nasdaq verlor sogar 2,6 Prozent und verzeichnete damit den schwächsten Handelstag seit Juni.

Der S&P 500 hat einige schwierige Wochen hinter sich.

Technologieaktien besonders unter Druck

Die Sorgen um künstliche Intelligenz belasten vor allem den US-Technologiesektor.

So verlor Nvidia 4,4 Prozent, Alphabet gab 3,2 Prozent nach und Advanced Micro Devices büßte 8,1 Prozent ein.

Nvidia-Chef Jensen Huang äußerte sich am Donnerstag zu dieser Entwicklung. Aus seiner Sicht fehlt es vor allem an Kapital.

Huang zufolge übersteigt die Nachfrage nach Kapital das verfügbare Angebot bei Weitem. Diese Knappheit bereitet insbesondere spezialisierten Cloud-Anbietern im sogenannten Neocloud-Segment Probleme.

Wall-Street-Legende Ed Yardeni bezeichnete die Rally bei KI-Aktien am Donnerstag als Blase. Seiner Einschätzung nach muss sie jedoch nicht platzen, wenn sich die überhöhten Bewertungen unter den derzeitigen Bedingungen etwas abbauen.

Er rechne nicht damit, dass die Blase platze und dadurch wirtschaftliche Probleme auslöse, erklärte Yardeni.

Warum Anleger an KI-Aktien zweifeln

Ein wesentlicher Grund für die Zweifel sind die stark gestiegenen Anleiherenditen. Sie haben die Finanzierungskosten für Investitionen deutlich erhöht. Die Umsetzung der Projekte wird damit immer teurer.

Wie Nvidia-Chef Huang betonte, wird Kapital zunehmend knapp.

Das ist derzeit das größte Problem. Hinzu kommt der weiterhin hohe Ölpreis: Ein Barrel der Sorte Brent kostet beispielsweise mehr als 110 Dollar.

Je länger der Ölpreis auf diesem Niveau bleibt, desto stärker belastet er die Weltwirtschaft. Höhere Energiepreise schlagen sich in der Inflation nieder und schränken damit den Spielraum der Notenbanken ein, die Märkte zu stützen.

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