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Der Kryptomarkt hat sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt. NEAR Protocol (NEAR) gehörte dabei zu den stärksten Treibern. Der Coin sorgt schon länger für Schlagzeilen und steht nun mit dem höchsten Kurs seit 92 Wochen erneut im Fokus. Über nahezu alle betrachteten Zeiträume zählt NEAR zu den größten Gewinnern am Markt.
Mit einem Plus von 10,89 Prozent innerhalb der vergangenen 24 Stunden ist NEAR der fünftstärkste Coin unter den Top 100. Der Kurs stieg von rund 5,20 Dollar auf zwischenzeitlich 5,96 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 7. Januar 2025. Anschließend gab er wieder etwas nach.

NEAR zählt seit Monaten zu den auffälligsten Gewinnern am Kryptomarkt und setzt seinen Aufwärtstrend nun fort. Seit Donnerstag ist der Kurs bereits um 39 Prozent gestiegen. An diesem Tag war er nach einem kräftigen Rückgang von mehr als 16 Prozent auf ein Tief von 4,30 Dollar gefallen.
Der gesamte Kryptomarkt verzeichnete an diesem Tag deutliche Verluste, doch NEAR gehörte diesmal zu den schwächsten Coins. Eine so starke Korrektur ist allerdings nicht ungewöhnlich, nachdem sich der Kurs in weniger als zwei Monaten nahezu vervierfacht hatte.
NEAR notiert inzwischen mehr als 250 Prozent über dem Stand zum Jahresbeginn, während die meisten Coins weiterhin darunter liegen. Bitcoin (BTC) steht derzeit knapp 5 Prozent niedriger als am 1. Januar, Ethereum (ETH) 14 Prozent, Ripple (XRP) 22 Prozent und Dogecoin (DOGE) 25 Prozent.
NEAR hat seinen seit Ende 2021 bestehenden Abwärtstrend klar durchbrochen. Der Kurs nähert sich nun dem Höchststand des vergangenen Bullenmarktes, der sich als starke Widerstandszone erwiesen hat.
Das Allzeithoch liegt bei gut 20 Dollar. Um diese Marke zu erreichen, müsste der Kurs noch um etwa 250 Prozent steigen.

Hyperliquid (HYPE) ist einer der wenigen Coins, deren Kursentwicklung an die von NEAR heranreicht: Seit Jahresbeginn hat HYPE bereits 243 Prozent an Wert gewonnen. Auch Pump.fun (PUMP) entwickelt sich mit einem Plus von 175 Prozent sehr stark, ebenso wie Zcash (ZEC).
Anleger setzen in diesem Jahr vor allem auf zwei Themen: den Schutz der Privatsphäre und Projekte, die tatsächlich Einnahmen erzielen und diese an die Token-Inhaber zurückgeben. Zcash profitiert vom ersten Trend, Hyperliquid und Pump.fun vom zweiten. NEAR vereint beide Ansätze.
Über NEAR Intents lassen sich Coins zwischen verschiedenen Blockchains tauschen. Seit diesem Frühjahr ist dort auch vertraulicher Handel möglich. Dadurch können Zcash aus abgeschirmten Transaktionen unkompliziert in andere Coins getauscht werden. NEAR ist damit auch für Anleger interessant geworden, die auf den Schutz der Privatsphäre setzen.
Zudem verwendet NEAR seit Ende Februar die Einnahmen aus diesem Dienst, um den eigenen Coin am freien Markt zurückzukaufen. Das Prinzip ähnelt den Aktienrückkäufen eines Unternehmens. Hyperliquid und Pump.fun haben bereits gezeigt, dass Anleger ein solches Modell honorieren.
Der Großteil der Einnahmen stammt aus NEAR Intents. Zugleich setzen Anleger mit dem Coin auf künftiges Wachstum: NEAR will zur Blockchain werden, auf der KI-Agenten eigenständig Zahlungen abwickeln.
Die Idee dahinter: KI-Agenten sollen künftig eigene Wallets besitzen und selbstständig Zahlungen leisten können, auch untereinander. Auf dem Marktplatz von NEAR kann ein Agent beispielsweise einen anderen mit einer Aufgabe beauftragen und ihn direkt in NEAR bezahlen. Je mehr solcher Zahlungen über das Netzwerk abgewickelt werden, desto höher fallen die Gebühreneinnahmen aus. Bislang ist das Volumen allerdings noch gering.
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