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Der Nasdaq Composite erreichte am Dienstag erneut ein Rekordhoch. Der Technologieindex legte um 0,5 Prozent zu und verzeichnete damit den vierten Handelstag in Folge mit Gewinnen. Der S&P 500 schloss nahezu unverändert und liegt nur noch rund 0,7 Prozent unter seinem Rekordstand.

Am Mittwochmorgen treten die US-Futures weitgehend auf der Stelle. Das Umfeld für Anleger hellt sich dennoch auf. Der Ölpreis gibt nach, die Renditen amerikanischer Staatsanleihen sinken ebenfalls, und die Hoffnung wächst, dass die Spannungen zwischen den USA und Iran nachlassen könnten.
Brent und WTI verlieren am Mittwoch rund 1 Prozent. Das ist bedeutsam, weil Öl in den vergangenen Wochen zu den größten Belastungsfaktoren für die Finanzmärkte zählte.
Ein höherer Ölpreis schlägt unmittelbar auf die Inflation durch, wodurch Zentralbanken länger restriktiv bleiben müssen. Zugleich treibt er die Anleiherenditen nach oben und macht Aktienbewertungen anfälliger.
Nun läuft die Entwicklung in die andere Richtung. Der Ölpreis fällt, und die Renditen amerikanischer Staatsanleihen geben ebenfalls nach. Damit bekommt die Wall Street wieder etwas Spielraum.

In den vergangenen Tagen ist dieser Zusammenhang immer deutlicher geworden. Der Rückgang bei Öl und Anleiherenditen half zu Wochenbeginn, Technologiewerte auf neue Höchststände zu treiben.
Der Markt reagiert vor allem auf Signale, dass Washington und Teheran wieder miteinander sprechen. Donald Trump sagte am Dienstag, Vertreter der USA und Irans hätten Gespräche geführt; aus seiner Sicht sei am Ende eine Einigung möglich. Reuters bestätigte, dass die Gespräche zwischen beiden Ländern fortgesetzt werden.
Iran hat zudem signalisiert, zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus bereit zu sein, sofern die USA den militärischen Druck verringern und die Blockade iranischer Häfen aufheben. Für die Finanzmärkte wäre das eine wichtige Entwicklung.
Technologie bleibt unterdessen der stärkste Bereich des Marktes. Der Nasdaq erreichte am Dienstag erneut ein Rekordhoch, während der Dow 0,4 Prozent verlor. Das passt zum Bild der vergangenen Wochen. Anleger agieren selektiv, sind aber weiter bereit, hohe Bewertungen für Unternehmen zu zahlen, die vom KI-Boom profitieren.
Brett Ewing von First Franklin Financial Services hält es sogar für möglich, dass der S&P 500 in diesem Jahr noch 8.200 Punkte erreicht. Dafür muss die aktuelle Konstellation allerdings Bestand haben. Niedrigere Ölpreise und sinkende Zinsen bilden für Wachstumswerte nahezu ein ideales Umfeld.
Die nächste große Bewährungsprobe wird das Treffen zwischen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping. Beide Länder beraten in dieser Woche unter anderem über Handel, künstliche Intelligenz und strategische Rohstoffe. Auch der Krieg mit Iran spielt in der breiteren Beziehung zwischen Washington und Peking eine Rolle.
Vorerst bleibt das Bild positiv. Der Nasdaq notiert auf Rekordniveau, und die beiden größten Makroprobleme der vergangenen Wochen, Öl und Zinsen, bewegen sich endlich in die richtige Richtung.
Micron legt an der Wall Street zu, während Beschäftigte in Taiwan mit einem Streik drohen und einen größeren Anteil am Gewinn fordern.
SpaceX will künftige Gewinne für Wachstum einsetzen. Anleger sollten deshalb vorerst nicht mit einer Dividende rechnen.
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