Der Kryptomarkt leckt seine Wunden nach dem historischen Crash am Freitag, der inzwischen als Black Friday gilt. Binnen weniger Stunden wurden fast 20 Milliarden Dollar an Positionen ausgelöscht. Der Bitcoin-Kurs stürzte auf 102.000 Dollar ab, und Altcoins fielen noch deutlich stärker.
Das geschah natürlich, nachdem Donald Trump Zölle von 100 Prozent ankündigte auf alle Exporte aus China.
Größte Liquidation der Kryptogeschichte
Laut Analysten war es die größte Liquidation in der Geschichte von Krypto. „Das war ein Kaskadeneffekt,“ sagt Sean Dawson von der Optionsplattform Derive. „Die Liquidität versiegte abrupt, sodass jeder Zwangsverkauf eine Kettenreaktion auslöste.“
Obwohl Bitcoin und Ethereum inzwischen wieder Anzeichen einer Erholung zeigen, bleiben Händler vorsichtig. Der Optionshandel zeigt eine klare Verschiebung: Die Nachfrage nach Put-Optionen, die vor weiteren Rückgängen schützen, ist hoch. Besonders gefragt sind Ausübungspreise von 115.000 und 95.000 Dollar für Bitcoin sowie 4.000 und 3.600 Dollar für Ethereum.
Ist die Gefahr für Bitcoin noch nicht gebannt?
Experten betonen, dass die jüngste Erholung nicht bedeutet, dass die Gefahr vorbei ist. „Das fühlt sich eher wie eine Pause als wie eine echte Erholung an,“ so Dawson. Marco Lim von Solowin Holdings spricht von der „tieferen Verwundbarkeit“ des Marktes, insbesondere der Abhängigkeit von Binance und der Liquidität von Wrapped Ethereum.
Auf längere Sicht sehen Analysten auch Nachfrage nach Call-Optionen, was auf Hoffnung auf eine Erholung später in diesem Quartal hindeuten kann. Dennoch bleibt der Markt vorerst von Unsicherheit und hoher Volatilität geprägt.
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