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Elon Musk nimmt einen neuen Markt ins Visier. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX will in den USA ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen und damit den Telekommunikationskonzernen AT&T, Verizon und T-Mobile Konkurrenz machen.
Nach Informationen von Bloomberg führt das Unternehmen bereits Gespräche über einen massiven Ausbau seiner Infrastruktur. Die Pläne könnten Milliarden Dollar kosten.
Nach Informationen von Bloomberg will SpaceX Zugang zu mindestens 80.000 Mobilfunkstandorten in den USA erhalten. Darüber soll das Unternehmen mit mindestens einem großen US-Anbieter von Telekommunikationsinfrastruktur verhandeln.
Zu den beteiligten Unternehmen zählt Crown Castle, einer der größten Eigentümer von Mobilfunkmasten in den USA. Auch American Tower und Vertical Bridge gehören zu den wichtigsten Anbietern auf diesem Markt.
Bei der Vorstellung der Quartalszahlen am Mittwoch wurde Crown-Castle-Chef Chris Hillabrant gefragt, ob sein Unternehmen mit SpaceX, Amazon oder anderen Anbietern von Satellitenkommunikation verhandle.
Konkrete Gespräche bestätigte er nicht. Er deutete jedoch an, dass Crown Castle mit mehreren Unternehmen in Kontakt stehe.
Hillabrant zufolge kann man davon ausgehen, dass Crown Castle mit allen Anbietern Gespräche führt.
American Tower wollte die Fragen von Bloomberg nicht kommentieren. Von SpaceX und Vertical Bridge lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine Stellungnahme vor.
Die möglichen Vereinbarungen könnten nach Angaben von Insidern ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar erreichen. Für SpaceX wäre das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem eigenen landesweiten Mobilfunknetz.
Die Pläne sind Teil von Musks weiterreichenden Ambitionen. Der Milliardär will SpaceX nicht nur als Raumfahrtunternehmen, sondern auch als bedeutenden Anbieter auf dem US-Telekommunikationsmarkt etablieren.
Mit einem eigenen Mobilfunknetz könnte SpaceX direkt mit AT&T, Verizon und T-Mobile konkurrieren. Diese drei Unternehmen dominieren derzeit den US-Markt.
Die Hürden sind hoch. Ein landesweites Mobilfunknetz erfordert enorme Investitionen in die Infrastruktur. Zudem müssen die Anbieter sicherstellen, dass ihre Kunden nahezu überall erreichbar sind.
Telekommunikationsunternehmen mieten deshalb in der Regel Flächen an bestehenden Mobilfunkmasten. Eigene Masten zu bauen und zu unterhalten ist teuer. Bestehende Standorte lassen sich dagegen von mehreren Anbietern gemeinsam nutzen.
SpaceX scheint nun einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen. Mit dem Zugang zu Zehntausenden bestehenden Standorten könnte das Unternehmen sein Netz ausbauen, ohne die gesamte Infrastruktur selbst errichten zu müssen.
Die etablierten Telekommunikationsunternehmen müssten sich damit möglicherweise auf einen neuen, finanzstarken Wettbewerber einstellen.
Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist Starlink, das Satellitennetz von SpaceX. Darüber bietet das Unternehmen bereits Internetverbindungen an.
Musk will diese Technologie nun verstärkt für die Mobiltelefonie nutzen.
SpaceX hat kürzlich Frequenzen erworben, die sich für Mobilfunkverbindungen über größere Entfernungen eignen. Damit kann das Unternehmen seine Satelliten mit anderen Komponenten eines Mobilfunknetzes kombinieren.
Musk hatte bereits zuvor angekündigt, ein großer Mobilfunkanbieter werden zu wollen.
Die US-Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) hat inzwischen auch den Start von 15.000 Satelliten genehmigt, die direkte Verbindungen zu Mobiltelefonen herstellen können.
Nutzer könnten künftig also über Satelliten eine Verbindung herstellen, ohne vollständig auf herkömmliche Mobilfunkmasten angewiesen zu sein.
Dennoch bleiben Mobilfunkmasten wichtig. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur für zuverlässige Mobilfunkverbindungen am Boden.
Mit der Kombination aus Starlink, eigenen Frequenzen und dem Zugang zu bestehenden Mobilfunkmasten will SpaceX die Grundlage für einen vierten großen landesweiten Telekommunikationsanbieter in den USA schaffen.
Wann das Netz tatsächlich verfügbar sein soll, ist noch nicht bekannt. Unklar ist auch, wie viel SpaceX letztlich zu investieren bereit ist.
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