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Die US-Investmentbank Morgan Stanley treibt ihre Blockchain-Pläne voran. Ab Anfang 2027 will die Bank den Handel mit tokenisierten Aktien anbieten. Damit rückt der Handel mit traditionellen Anlageprodukten auf Blockchain-Basis näher. Nach Einschätzung der Bank könnte dieser Markt in den kommenden Jahren ein Volumen von mehreren Billionen Dollar erreichen.
Morgan Stanley entwickelt derzeit die Technologie für den Handel mit tokenisierten Aktien auf der eigenen Handelsplattform. Ursprünglich war der Start für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Inzwischen erscheint das erste Quartal 2027 realistischer.
Tokenisierte Aktien sind digitale Abbildungen herkömmlicher Aktien auf einer Blockchain. Eigentumsrechte und Transaktionen lassen sich dadurch auf andere Weise erfassen und abwickeln.
Morgan Stanley will diese Produkte über ein alternatives Handelssystem anbieten, das Transaktionen außerhalb traditioneller Börsen wie der Nasdaq ermöglicht.
Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen. Die Bank entwickelt eigene digitale Wallets und hat ein eigenes Labor eingerichtet, um neue Blockchain-Technologien zu testen.
Zudem hat die US-Bankenaufsicht OCC Morgan Stanley in diesem Jahr unter Auflagen die Genehmigung erteilt, ein Unternehmen für die Verwahrung und das Staking digitaler Vermögenswerte zu gründen.
Die Pläne gehen über Aktien hinaus. Morgan Stanley sieht auch bei privaten Kapitalanlagen, Fonds und anderen Finanzprodukten Potenzial für die Tokenisierung. Gerade bei komplexen Transaktionen könnte die Blockchain nach Einschätzung der Bank den Verwaltungsaufwand deutlich verringern.
Die Bank erwartet zudem, dass der Markt für tokenisierte Vermögenswerte in den kommenden Jahren stark wächst. Die Prognosen gehen dabei weit auseinander: Für 2030 wird mit einem Marktvolumen zwischen drei und zehn Billionen Dollar gerechnet.
Ein wichtiger Schritt könnte bereits Ende Oktober folgen. Dann ist der Start eines Tokenisierungsdienstes der DTCC geplant. Das Unternehmen spielt eine zentrale Rolle bei der Abwicklung des US-Wertpapierhandels.
Auch die Regulierung bleibt ein wichtiger Faktor. Banken warten weiterhin auf mehr Klarheit darüber, welche Blockchain-Aktivitäten ihnen erlaubt sind. Morgan Stanley treibt die Entwicklung unterdessen weiter voran. Die Pläne zeigen, dass die Blockchain in der traditionellen Finanzwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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