Newsbit als Quelle wählen
Sieh unsere Artikel öfter ganz oben in Google News und Top Stories. Einmal einstellen, immer zuerst informiert.
Der japanische Yen steht seit geraumer Zeit unter Druck. Während die Entscheidungsträger in Tokio mit hohen Schulden und künstlich niedrigen Zinsen ringen, suchen clevere Unternehmen nach Möglichkeiten, davon zu profitieren. Ein Name wird dabei immer häufiger genannt: das japanische Metaplanet, so der Ökonom Robin Brooks.
Die japanische Wirtschaft balanciert seit Jahren auf einem schmalen Grat aus steigenden Schulden und niedrigen Zinssätzen. Laut Ökonom Robin Brooks führt dies zu einem „strukturell schwachen Yen“, schreibt er in seinem Newsletter.
Im Jahr 2025 erreichte der Yen ein historisches Tief gegenüber anderen großen Währungen. Dies ist auf eine Mischung aus Überalterung, einer enormen Staatsverschuldung und Marktverzerrungen durch die Bank of Japan (BoJ) zurückzuführen. Diese kauft laut Brooks weiterhin massiv Staatsanleihen, wodurch die langfristigen Zinsen künstlich niedrig gehalten werden.
„Die Risiken einer Schuldenkrise zeigen sich nicht in den Zinssätzen, sondern in der Währung“, betont Brooks. Das erklärt, warum der Yen weiter fällt, obwohl die Zinsen steigen.
Vor diesem Hintergrund geht Metaplanet einen strategischen Schritt: es leiht Geld in Yen und investiert in Bitcoin (BTC). Der Wert dieser Schulden sinkt mit dem schwächer werdenden Yen, während der Wert des BTC-Bestands schnell wächst.
Metaplanet ist ursprünglich ein japanisches Medien- und Hotelunternehmen, das seit den 1990er Jahren aktiv ist. Im Jahr 2024 vollzog das Unternehmen eine komplette Neuausrichtung und wandelte sich zu einem BTC-Reserveunternehmen. Dabei ließ es sich von Strategy, dem größten börsennotierten BTC-Unternehmen weltweit, inspiriert.
Laut Analyst Adam Livingston agieren Strategy und Metaplanet „in einer eigenen Liga“. Beide Unternehmen setzen auf das, was er als „Bitcoin-Verstärkung“ bezeichnet: Strategien, die jeden Dollar, jede Sekunde und jeden Hoffnungsfunken auf finanzielle Erholung in mehr BTC pro Aktie umwandeln.
Während Michael Saylor BTC hortet, als hinge sein Leben davon ab, nutzt Metaplanet die niedrigen Zinsen und den schwachen Yen als finanziellen Schleichweg, den die Aufsichtsbehörden offenbar übersehen.
Zum Vergleich: Strategy zahlt mit seinen Krediten jährlich 10 Prozent Zinsen an die Anleger, und das in harten Dollar. Metaplanet hingegen zahlt nur 4,9 Prozent Zinsen, und das auch noch in Yen. Da diese Währung immer weniger wert wird, sinkt der reale Wert der Zinsverpflichtung. Dadurch bleibt Metaplanet mehr Geld und der Wert pro Aktie steigt schneller als bei den Konkurrenten.
Derzeit besitzt Metaplanet 35.102 BTC. Bei einem Bitcoin-Kurs von 90.000 Dollar entspricht das einem Wert von über 3,1 Milliarden Dollar, so Daten von BitcoinTreasuries. Ende Dezember kaufte das Unternehmen noch 4.279 BTC hinzu.
Trotzdem bleibt Strategy vorerst der unangefochtene Marktführer. Mit nicht weniger als 673.783 BTC im Besitz repräsentiert das Unternehmen einen Vorrat im Wert von etwa 60,6 Milliarden Dollar.
Die US-Inflationsdaten haben einen Ausverkauf am Kryptomarkt ausgelöst. Sollte Bitcoin noch etwas weiter fallen, könnten sich die Verluste verschärfen.
Die US-Inflation ist höher ausgefallen. Die Sorge vor einer Zinserhöhung wächst, und Bitcoin fällt unter eine wichtige Kursmarke.
Strategy gab vergangene Woche 192 Millionen Dollar für eigene STRC-Aktien aus, aber nur 21,5 Millionen Dollar für Bitcoin. Was steckt dahinter?
Ein Kryptoanalyst rechnet mit einem deutlichen Kursanstieg bei XRP und hält an seinem Kursziel von 36 Dollar fest. Dafür muss der Kurs zunächst eine entscheidende Marke überwinden.
Die US-Regierung hat erneut eine große Menge Bitcoin transferiert. Der Kurs brach daraufhin ein – doch dank Trump besteht dafür kein Anlass.
Porsche stellt sein Web3-Projekt und den Pioneers Circle ein. Die bestehenden 911-NFTs bleiben im Eigentum ihrer Besitzer und auf der Blockchain erhalten.