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Metas Quartalszahlen werden am Mittwochabend zur wichtigen Bewährungsprobe für den US-Aktienmarkt. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) auszahlen.

Der Mutterkonzern von Facebook und Instagram muss zeigen, dass diese Ausgaben tatsächlich Umsatz und Gewinn steigern. Eine Enttäuschung könnte auch andere große Technologiekonzerne belasten.

Meta-Aktie vor wichtigen Quartalszahlen unter Druck

Die Meta-Aktie steht seit Wochen unter Druck. Der Kurs ist an fünf Handelstagen in Folge gefallen – die längste Verlustserie seit Juli. Neun der vergangenen elf Handelstage endeten im Minus.

Damit droht der Aktie das schlechteste Börsenjahr seit 2022. Anleger sorgen sich vor allem um die enormen Summen, die Konzernchef Mark Zuckerberg für KI ausgibt.

Dennoch rechnen Analysten mit starken Quartalszahlen. Sie erwarten für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn dürfte sogar um 230 Prozent zulegen.

Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Umsatzwachstum von rund 27 Prozent erwartet. Das wäre der stärkste jährliche Zuwachs seit 2021.

Nach Einschätzung von Andrew Wang vom Vermögensverwalter Runnymede Capital Management könnten gute Ergebnisse das Vertrauen in den gesamten KI-Sektor wiederherstellen. Enttäuschende Zahlen würden die Zweifel an den enormen Investitionen dagegen weiter verstärken.

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Meta investiert Hunderte Milliarden Dollar in KI

Entscheidend ist, ob Meta seine Investitionspläne umsetzen kann. Der Konzern gibt immer mehr Geld für Rechenzentren, Chips und andere Infrastruktur aus.

Analysten gehen davon aus, dass Meta im dritten Quartal mehr als 40 Milliarden Dollar investiert hat. Ein Jahr zuvor waren es weniger als 19 Milliarden Dollar.

Auch in den kommenden Jahren bleiben die Summen enorm. Für 2026 werden Investitionen von rund 140 Milliarden Dollar erwartet. 2027 könnten sie auf 202 Milliarden Dollar steigen und 2028 sogar 218 Milliarden Dollar erreichen.

Angesichts dieser Ausgaben rechnen Analysten damit, dass Metas Investitionen noch bis mindestens 2028 den freien Cashflow übersteigen.

Zugleich gibt es positive Signale. Der KI-Assistent Muse, den Meta im September auf den Markt brachte, entwickelte sich rasch zu einer beliebten Anwendung. Auch das neueste KI-Modell des Konzerns wurde positiv aufgenommen.

Das lässt Anleger hoffen, dass sich Metas enorme Investitionen langfristig auszahlen. Zuckerberg räumte allerdings bereits selbst ein, dass die Rentabilität der KI-Pläne noch ungewiss sei.

Auch Nvidia und AMD warten gespannt auf Metas Zahlen

Die Zahlen sind nicht nur für Meta selbst von Bedeutung. Auch Chiphersteller und andere Unternehmen, die von den KI-Investitionen profitieren, verfolgen die Entwicklung mit Spannung.

So entfallen etwa 5,5 Prozent des Umsatzes von Chiphersteller AMD auf Meta. Damit ist der Konzern nach HP der zweitgrößte Kunde von AMD.

Hält Meta an seinen Investitionsplänen fest oder weitet sie aus, könnte das die Aussichten für Anbieter von Chips, Servern und Rechenzentren verbessern.

Die Unsicherheit in der Branche hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Der US-Halbleiterindex verlor in der zweiten Jahreshälfte 21 Prozent, liegt seit Jahresbeginn 2026 aber weiterhin mit 59 Prozent im Plus.

Vergangene Woche fiel der Index um elf Prozent und verzeichnete damit den größten Wochenverlust seit April 2025. Anleger befürchten, dass Technologiekonzerne zu viel Geld in KI investieren, ohne ausreichende Gewissheit über künftige Erträge zu haben.

Die starken Zahlen von SpaceX und dem Serverhersteller Super Micro Computer sorgten am Dienstagabend noch für Erleichterung. Beide Unternehmen übertrafen die Erwartungen und gaben Aktien aus dem KI-Umfeld Auftrieb.

Meta veröffentlicht seine Ergebnisse am Mittwoch nach Handelsschluss an der Wall Street. In der kommenden Woche folgen unter anderem Microsoft, Amazon und die Google-Muttergesellschaft Alphabet.

Bemerkenswert ist, dass die Meta-Aktie trotz der Unsicherheit inzwischen vergleichsweise günstig bewertet ist. Sie wird für weniger als das 19-Fache des erwarteten Jahresgewinns gehandelt. Damit ist Meta nach Nvidia die günstigste Aktie unter den sogenannten Magnificent Seven, den sieben großen US-Technologiekonzernen.

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