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Nach dem heftigen Ausverkauf bei Technologieaktien richtet sich der Blick der Wall Street in dieser Woche vor allem auf Mark Zuckerbergs Meta-Konzern. Die Quartalszahlen am Mittwochabend werden zum wichtigen Test für das Vertrauen in den gesamten KI-Investitionszyklus.
Allein Nvidia verlor in der vergangenen Woche mehr als 350 Milliarden Dollar an Börsenwert. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel um mehr als elf Prozent, der Nasdaq 100 büßte rund 5,5 Prozent ein.

Anleger zweifeln zunehmend daran, ob die enormen Investitionen in Chips, Rechenzentren und Rechenleistung am Ende genügend Umsatz und Gewinn erwirtschaften.
Meta muss diese Zweifel ausräumen. Analysten rechnen mit einem Quartalsumsatz von mehr als 63 Milliarden Dollar. Das wäre ein beachtlicher Wert, doch Anleger achten vor allem auf die Kosten.
Der bereinigte operative Gewinn dürfte bei rund 18,8 Milliarden Dollar liegen und damit sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum sinken. Auch die operative Marge könnte auf knapp unter 30 Prozent zurückgehen.
Der Grund liegt auf der Hand: Meta investiert enorme Summen in die KI-Infrastruktur. Der Markt verlangt deshalb Belege dafür, dass diese Ausgaben tatsächlich zu höheren Werbeerlösen, besseren Produkten und letztlich höheren Cashflows führen.
Genau darin liegt das Problem. Nach Jahren kräftiger Kursanstiege sind die Erwartungen an Technologieunternehmen extrem hoch.
Laut Barclays wurden Unternehmen, deren Zahlen im vergangenen Quartal enttäuschten, an der Börse hart abgestraft. Wer die Erwartungen übertraf, verzeichnete dagegen häufig nur geringe Kursgewinne.
Anleger verlangen also mehr als gute Zahlen. Sie wollen überzeugende Belege dafür, dass sich die massiven Investitionen weiterhin rechnen.
Die Ergebnisse von Meta sind zudem nur die erste große Bewährungsprobe. Eine Woche später folgen Alphabet, Microsoft und Amazon. Sollten mehrere Hyperscaler steigende Kosten und sinkende Margen melden, könnte sich die Debatte über KI-Investitionen weiter vom Wachstum hin zur Rentabilität verlagern.

Zusätzlich belasten die hohe Inflation und steigende Zinsen in Europa und im Vereinigten Königreich weiterhin die Finanzmärkte.
Meta muss am Mittwoch damit nicht nur die eigenen Zahlen rechtfertigen. Der Konzern muss Anleger davon überzeugen, dass KI-Investitionen von Hunderten Milliarden Dollar letztlich auch einen wirtschaftlichen Mehrwert in dieser Größenordnung schaffen können.
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