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Meta hat am Mittwochabend Quartalszahlen vorgelegt, die besser ausfielen als erwartet. Der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp erzielte einen Umsatz von 64,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street deutlich. Besonders stark entwickelte sich das Werbegeschäft.
Zugleich wurde gegen den Konzern von Mark Zuckerberg eine historisch hohe Geldstrafe von 25 Milliarden Dollar verhängt.
Metas Umsatz belief sich im dritten Quartal auf 64,60 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 63,33 Milliarden Dollar gerechnet. Damit nahm der Technologiekonzern rund 1,3 Milliarden Dollar mehr ein als erwartet.
Das Werbegeschäft bleibt die wichtigste Einnahmequelle. Meta erzielte damit 63,06 Milliarden Dollar Umsatz, erwartet worden waren 61,85 Milliarden Dollar.
Damit entfällt weiterhin fast 98 Prozent des Gesamtumsatzes auf Werbung. Unternehmen bezahlen Meta unter anderem dafür, Anzeigen auf Facebook und Instagram zu schalten.
Die Ergebnisse sind für Anleger besonders relevant, da sie die enormen Investitionen Zuckerbergs in künstliche Intelligenz (KI) zunehmend mit Sorge betrachten.
Meta will mit KI sein Werbegeschäft verbessern, neue Dienste entwickeln und seine Position gegenüber Wettbewerbern wie Google und OpenAI stärken.
Die hohen Werbeeinnahmen zeigen, dass Metas Kerngeschäft vorerst weiter gut läuft. Ob sich die milliardenschweren KI-Investitionen am Ende auszahlen, bleibt offen.
Nicht alle Geschäftsbereiche von Meta übertrafen die Erwartungen. Reality Labs, die Sparte, die unter anderem an Datenbrillen und virtuellen Welten arbeitet, erzielte einen Umsatz von 443 Millionen Dollar.
Analysten hatten mit rund 518 Millionen Dollar gerechnet. Damit blieb der Umsatz gut 14 Prozent hinter den Erwartungen zurück.
Es gab allerdings auch positive Nachrichten. Der operative Verlust von Reality Labs lag bei 4,13 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte ein Minus von 5,13 Milliarden Dollar erwartet.
Damit verlor die Sparte rund eine Milliarde Dollar weniger als erwartet. Dennoch bleibt der Verlust erheblich: Auf jeden Dollar Umsatz entfielen in diesem Quartal mehr als neun Dollar operativer Verlust.
Trotz der Verluste investiert Zuckerberg weiter in die Entwicklung von Datenbrillen und anderen Technologien, die digitale Bilder mit der realen Welt verbinden.
Für Anleger ist vor allem entscheidend, wie viel Geld Meta in den kommenden Jahren ausgeben will. Der Konzern investiert zudem mehrere zehn Milliarden Dollar in Rechenzentren und KI-Chips.
Die Quartalszahlen fallen mit einem weiteren bedeutenden Ereignis zusammen. Bereits am Mittwoch war gegen Meta im US-Bundesstaat New Mexico eine Geldstrafe von 25 Milliarden Dollar verhängt worden.
Ein Richter urteilte, dass der Konzern jahrelang irreführende Angaben zum Schutz personenbezogener Daten auf Facebook gemacht habe.
Das Verfahren steht im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal. Dabei wurden Daten von Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung gesammelt und für politische Kampagnen verwendet.
Eine Jury stellte fest, dass Meta fast 44 Millionen Mal gegen das Verbraucherschutzrecht von New Mexico verstoßen hatte. Der Richter setzte daraufhin eine Geldstrafe von 25 Milliarden Dollar fest. Es handelt sich um eine der höchsten Geldstrafen, die je gegen ein Unternehmen in den USA verhängt wurden.
Meta weist das Urteil zurück und will dagegen vorgehen. Wie viel der Konzern letztlich zahlen muss, ist daher noch offen.
Die Geldstrafe ist von den operativen Quartalsergebnissen getrennt zu betrachten. Das Verfahren bedeutet jedoch ein zusätzliches finanzielles Risiko für Meta, während der Konzern zugleich enorme Summen in die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz investiert.
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