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Meta arbeitet an einem neuen KI-Agenten, der Aufgaben für Nutzer eigenständig erledigen soll. Der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp will den Dienst internen Unterlagen zufolge schon bald unter dem Namen Hatch starten.

Besonders der Preis sorgt für Aufmerksamkeit. Für die umfangreichste Version erwägt Meta ein Abo für 199,99 Dollar im Monat. Hatch soll damit dazu beitragen, die enormen Summen, die Meta in künstliche Intelligenz investiert, erstmals direkt zu monetarisieren.

Hatch soll Aufgaben eigenständig erledigen

Hatch wird kein gewöhnlicher Chatbot. Nutzer sollen der KI einen Auftrag geben können, den die Software anschließend selbstständig in mehreren Schritten ausführt.

Interne Unterlagen zeigen, dass Hatch mit bekannten Diensten wie DoorDash, Etsy, Reddit, Yelp und Outlook zusammenarbeiten kann. Frühe Versionen verfügen zudem über ein Dashboard, in dem Nutzer verschiedene KI-Funktionen konfigurieren können.

Meta prüft mehrere Abo-Modelle. Zahlende Nutzer sollen unter anderem höhere Nutzungslimits erhalten. Die teuerste Version könnte knapp 200 Dollar im Monat kosten.

Nach Informationen von The Information könnte Hatch bereits Ende August oder Anfang September eingeführt werden.

Meta sucht Rendite auf seine massiven KI-Investitionen

Hatch kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Meta dürfte in diesem Jahr zwischen 130 Milliarden und 145 Milliarden Dollar unter anderem für KI-Chips und Rechenzentren ausgeben.

Der Investitionsdruck zeigt sich inzwischen deutlich im Cashflow. Im jüngsten Quartal gab Meta 31,08 Milliarden Dollar für Investitionen aus, während der operative Cashflow bei 31,86 Milliarden Dollar lag. Den vorgelegten Zahlen zufolge blieben damit nur 784 Millionen Dollar an freiem Cashflow übrig. Ein Jahr zuvor waren es noch 8,55 Milliarden Dollar gewesen.

Gleichzeitig bleibt Meta bei seinen Erlösen stark vom Werbegeschäft abhängig. Im zweiten Quartal stammten von einem Gesamtumsatz von 60,8 Milliarden Dollar ganze 59,4 Milliarden Dollar aus Werbung.

Ein erfolgreiches KI-Abo könnte daran etwas ändern. Statt KI vor allem zu nutzen, um bestehende Plattformen attraktiver und Werbung effizienter zu machen, könnte Meta mit Hatch Verbraucher direkt zur Kasse bitten.

Wollen Nutzer wirklich 200 Dollar im Monat zahlen?

Damit wird Hatch auch zu einem wichtigen Testfall für Metas KI-Strategie. Das Unternehmen erreicht über Facebook, Instagram und WhatsApp Milliarden Menschen. Das heißt aber noch nicht, dass Nutzer bereit sind, für einen KI-Agenten fast 200 Dollar im Monat zu zahlen.

Meta baut sein KI-Angebot unterdessen weiter aus. Auch WhatsApp soll KI-Agenten erhalten, mit denen Nutzer interagieren können. Zugleich entwickelt der Konzern mehrere neue KI-Modelle.

Für Anleger wird vor allem entscheidend sein, ob Meta diese Investitionen in neue Erlöse umwandeln kann. Der bevorstehende Start von Hatch könnte dafür ein erster ernstzunehmender Gradmesser werden.

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