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NEAR Protocol (NEAR) gehört heute zu den auffälligsten Gewinnern am Kryptomarkt. Während die meisten Kryptowährungen deutliche Verluste verzeichnen, ist NEAR auf den höchsten Stand seit zehn Monaten gestiegen. Zudem zählt der Coin inzwischen zu den 20 wertvollsten Kryptowährungen. Was erklärt das große Interesse an NEAR in den vergangenen Monaten?
NEAR zeigt sich heute unbeeindruckt vom steigenden Ölpreis und den weiter anziehenden US-Anleiherenditen. Berichten zufolge bereiten die USA eine groß angelegte Offensive gegen den Iran vor. Auch die Sorgen um den Anleihemarkt wachsen. Dennoch notiert NEAR auf dem höchsten Stand seit dem 20. Januar.

Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) sind dagegen auf die tiefsten Stände seit Wochen gefallen. Die steigenden Renditen sicherer Staatsanleihen erhöhen die Opportunitätskosten einer Anlage in Kryptowährungen. Zugleich verschärfen die hohen Zinsen die Finanzierungsbedingungen. Der Kryptomarkt reagiert besonders empfindlich auf Veränderungen der Liquidität.
Ein konkreter Auslöser für den heutigen Kurssprung ist bislang nicht erkennbar. NEAR verzeichnet allerdings schon seit mehreren Monaten kräftige Kursanstiege. Erstmals seit Ende 2024 gehört der Coin nun wieder zu den 20 wertvollsten Kryptowährungen.
Die Marktkapitalisierung aller im Umlauf befindlichen NEAR-Coins liegt derzeit bei 7,18 Milliarden Dollar. Mitte August waren es noch etwas mehr als 2 Milliarden Dollar.
In weniger als zwei Monaten ist der Kurs um gut 260 Prozent gestiegen. Wer zu Jahresbeginn eingestiegen ist, liegt inzwischen mehr als 500 Prozent im Plus.
Bis zum Allzeithoch von Ende 2021 bleibt allerdings noch ein erheblicher Abstand. Der Rekord liegt bei gut 20 Dollar. Um dieses Niveau zu erreichen, müsste der Kurs um fast 300 Prozent steigen.
Das Hoch des vergangenen Bullenmarkts rückt dagegen bereits in Reichweite. Zuvor muss der Kurs jedoch noch zwei ausgeprägte Widerstände überwinden.

NEAR hebt sich dadurch ab, dass das Protokoll bereits nachweislich Einnahmen erzielt. Dazu trägt vor allem NEAR Intents bei. Das System ermöglicht Kryptotransaktionen zwischen verschiedenen Blockchains, ohne dass Nutzer selbst mit Bridges, Wallets oder Kryptobörsen arbeiten müssen.
Nutzer geben lediglich an, welche Transaktion sie durchführen möchten, etwa Bitcoin gegen Solana zu tauschen. Ein Netzwerk von Handelsbots, sogenannten Solvers, ermittelt den besten Ausführungsweg und wickelt die Transaktion ab.
Das erleichtert den Zugang zu Kryptowährungen für Nutzer ohne technische Vorkenntnisse. Intents hat inzwischen ein Gesamtvolumen von mehr als 30 Milliarden Dollar abgewickelt. Die bisherigen Zahlen lassen für dieses Jahr Gebühreneinnahmen von rund 45 Millionen Dollar erwarten. Ein Teil davon kommt den Tokeninhabern über Rückkäufe zugute.
Darüber hinaus verfolgt NEAR ein ambitioniertes Ziel: Das Netzwerk will die Blockchain werden, auf der KI-Agenten untereinander und mit anderen Marktteilnehmern Geschäfte abwickeln.
Auch dabei spielt Intents eine Rolle, denn das System lässt sich sowohl von Menschen als auch von KI-Agenten nutzen. Ein Agent, der im Auftrag eines Nutzers Zahlungen oder Einkäufe tätigt, kann über Intents unkompliziert zwischen Blockchains wechseln.
Zudem entwickelt NEAR eine Blockchain für sehr hohe Transaktionsvolumen sowie eine Infrastruktur, die einen geschützten KI-Betrieb auf verschlüsselter Hardware ermöglichen soll. Anleger erhalten damit ein Protokoll, das bereits Umsätze erzielt und zusätzlich Wachstumspotenzial im KI-Bereich bietet.
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