Der Kryptomarkt ist heute heftig abgestürzt. Unerwartete Bewegungen lösten eine Kettenreaktion am Derivatemarkt aus – mit tiefroten Zahlen als Folge. Anleger blicken mit wachsender Nervosität auf die Konsequenzen. Stehen wir an der Schwelle zu einem neuen Bärenmarkt?
Bitcoin-Kurs fällt unter wichtige Unterstützung
Der Bitcoin (BTC)-Kurs taucht zum Zeitpunkt des Schreibens weiter ab. Er notiert nun unter 96.000 Dollar – dem niedrigsten Stand seit Mai. Der Einbruch löste zudem eine massive Liquidationswelle von mehr als 1,17 Milliarden Dollar aus, wie aus Daten der Analyseplattform CoinGlass hervorgeht.

Allein bei Bitcoin wurden Positionen im Wert von über 553 Millionen Dollar liquidiert. Das ist fast die Hälfte des gesamten Liquidationsbetrags. Auffällig: Bei 515 Millionen Dollar handelte es sich um Long-Positionen – also die überwältigende Mehrheit.
Mit einem Rückgang von 10,6 Prozent in den vergangenen 24 Stunden ist die Belastung auch bei Ethereum (ETH) deutlich spürbar. Dort wurden fast 282 Millionen Dollar liquidiert, davon mehr als 228 Millionen Dollar an Long-Positionen. Viele Anleger hatten also auf steigende Kurse gesetzt, wurden jedoch von der anhaltenden Abwärtsbewegung überrumpelt.
Bärenmarkt-Gefahr nimmt zu
Durch die jüngsten Entwicklungen befindet sich der Kryptomarkt weiterhin in einer äußerst fragilen Zone. In der vergangenen Woche wurde wiederholt der sogenannte 50‑Wochen Simple Moving Average (50W SMA) herangezogen. Das ist ein vielgenutzter technischer Indikator, der historisch als Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmärkten gilt.
Laut Analyst Ali Martinez ist Bitcoin inzwischen klar unter diese Durchschnittslinie gefallen – das wertet er als beunruhigendes Signal. “Es sieht nicht gut aus,” warnt er. Und weil Bitcoin als Gradmesser für den gesamten Markt gilt, zieht ein Rückgang bei BTC in der Regel auch Altcoins mit ins Minus. Projekte wie Aave (AAVE), Sui (SUI) und Hedera (HBAR) kassieren entsprechend deutliche Verluste mit Kursrückgängen von 15,6 Prozent, 11,9 Prozent und 11,7 Prozent.
Bitcoin fällt unter entscheidende Unterstützungszone
Bitcoin könnte übrigens noch weiter fallen. Analyst Ted Pillows erklärt, dass die Digitalwährung nun unter ihre wichtige Unterstützungszone bei 98.000 Dollar gefallen ist. Dieses Durchbruchsniveau fungierte zuvor als zentrale Unterstützung innerhalb der aktuellen Marktstruktur. Da diese Stütze nun verloren ist, richtet sich der Markt auf den nächsten wichtigen Bereich um 92.000 bis 93.000 Dollar aus.
Trotzdem ist die Antwort auf die Frage, ob jetzt ein Bärenmarkt beginnt, nicht eindeutig. Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Glassnode passt das aktuelle Verkaufsverhalten großer Investoren zum Endstadium eines Bullenmarkts, aber nicht zu einer abrupten Marktwende. Sie sprechen von „typisch spätzyklischen Gewinnmitnahmen“, wie sie auch in früheren Bullenmärkten vorkamen.
Tether sagt große Krypto-Fusion ab, Jack Mallers verlässt Twenty One Capital
Tether streicht die geplante Fusion von Twenty One, Strike und Elektron; zugleich gibt Jack Mallers den CEO-Posten bei Twenty One Capital ab.
Peter Brandt: Bitcoin ist jetzt attraktiver als KI-Aktien
Der erfahrene Trader Peter Brandt erwartet, dass der Bitcoin-Kurs am 4. Oktober einen Boden ausbildet und anschließend bis 2029 in Richtung 300.000 US-Dollar steigt.
Krypto-Marktupdate: Bitcoin und XRP stark trotz Trump-Drohung
Bitcoin und XRP erleben einen starken Handelstag, während Donald Trump erklärt, der Krieg mit Iran sei noch lange nicht beendet.
Meistgelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
