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Der Bitcoin-Kurs sprang gestern Abend plötzlich über die Marke von 94.000 Dollar. Dabei wurden Short-Positionen im Wert von 200 Millionen Dollar liquidiert.
Das bedeutet, dass Anleger, die mit geliehenem Geld auf fallende Kurse gesetzt hatten, gezwungen waren, Bitcoin zurückzukaufen, was den Anstieg zusätzlich befeuerte. Seit Freitag ist Bitcoin dadurch um fast 6.000 Dollar gestiegen.
Gestern erreichte Bitcoin schließlich einen Wert von 94.750 Dollar. Damit stieß Bitcoin erneut auf ein Niveau, von dem es seit der Marke von 80.000 Dollar am 21. November schon mehrmals abgewiesen wurde.

Es bleibt spannend zu beobachten, ob Bitcoin nun die Kraft findet, aus dieser Zone auszubrechen. Dafür muss der Kurs mindestens über 95.000 Dollar steigen und dieses Niveau in eine Unterstützung umwandeln.
Darüber hinaus scheint die Rückeroberung der Niveaus von 96.200 und 101.200 Dollar für Bitcoin wichtig zu sein. Diese Kursmarken entsprechen Durchschnittswerten, die während des gesamten Bullenmarktes eine bedeutende Rolle spielten. Sollte dies gelingen, könnte der Weg zu neuen Allzeithochs prinzipiell wieder offen sein.

Neben den Nachrichten aus Venezuela stand gestern auch die amerikanische Wirtschaft im Fokus der Wall Street. Anlass war der ISM Manufacturing PMI, ein Indikator für die Gesundheit der Industrie in den Vereinigten Staaten.
Dieser lag bei 47,9 Punkten und befindet sich damit offiziell in der Schrumpfungsphase, was auf eine rückläufige Industrie hindeutet. Dennoch ging historisch betrachtet eine Punktzahl von 42,3 oder höher mit einer wachsenden und soliden Wirtschaft einher. Aus dieser Perspektive ist das Ergebnis nicht alarmierend und stellt keine direkte Bedrohung für die US-Wirtschaft oder Bitcoin dar.
Das Hauptproblem bleibt die fehlende Nachfrage. In der Kategorie „neue Aufträge“ lag der Wert bei 47,7 Punkten, was den vierten Monat in Folge eine Schrumpfung bedeutet. Seit Mitte 2022 gibt es keine nachhaltige Erholung bei den neuen Aufträgen.
Zudem befindet sich der Auftragsbestand mit 45,8 Punkten seit 39 Monaten (!) ununterbrochen in Schrumpfung. Dies deutet nicht mehr auf einen „kurzen Zyklus“ hin, sondern eher auf das langfristige Verschwinden zukünftiger Arbeit.
Das Bericht enthält somit viele Widersprüche, und die US-Industrie ist nicht mehr das, was sie einmal war. Das ist glücklicherweise nicht von entscheidender Bedeutung für das Wirtschaftswachstum, da die US-Wirtschaft größtenteils vom Dienstleistungssektor getragen wird.
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