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Hacker haben Nutzern des Telegram-Handelsbots Bloom innerhalb von nur 94 Sekunden Solana (SOL) im Wert von fast einer Million Dollar gestohlen. Von dem Angriff waren Dutzende Krypto-Wallets betroffen. Das Unternehmen hat zugesagt, alle Geschädigten vollständig zu entschädigen.
Nach Angaben des Blockchain-Analyseunternehmens Bitquery ereignete sich der Angriff am Montag, dem 26. Oktober. Aus 48 Wallets von neun Händlern wurden insgesamt 9.408 SOL im damaligen Wert von rund 953.000 Dollar entwendet.
Bloom ist ein Handelsbot, mit dem Nutzer über Telegram automatisiert Kryptowährungen kaufen und verkaufen können. Dafür benötigt die Software Zugriff auf die privaten Schlüssel ihrer Wallets.
Laut Bitquery wurden sämtliche verdächtigen Transaktionen mit den privaten Schlüsseln der betroffenen Wallets signiert. Die Analysten vermuten deshalb, dass der Angreifer Zugriff auf diese Schlüssel hatte.
Auffällig ist, dass über fünf der betroffenen Wallets seit dem ersten Halbjahr 2025 nicht mehr mit Bloom gehandelt worden war. Damit waren auch Nutzer gefährdet, die den Bot schon länger nicht mehr verwendeten.
Der Großteil der gestohlenen Kryptowährungen wurde an eine einzige Wallet transferiert.
Bloom erklärt dagegen, der Angriff sei durch eine Schwachstelle in der Software eines Drittanbieters ermöglicht worden. Dadurch hätten die Hacker aus der Ferne Befehle ausführen können.
Zugleich betont Bloom, dass keine privaten Schlüssel gestohlen oder offengelegt worden seien. Das lässt sich nur schwer mit den Erkenntnissen von Bitquery vereinbaren: Die Analysten stellten fest, dass die Transaktionen mit den zugehörigen privaten Schlüsseln signiert worden waren. Wie sich der Angreifer Zugang verschaffte, ist bislang ungeklärt.
Bloom hat zugesagt, alle neun betroffenen Händler vollständig zu entschädigen.
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Im September 2024 verloren elf Nutzer des Telegram-Handelsbots Banana Gun bei einem Angriff rund drei Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren auch Maestro und Unibot betroffen. Dabei wurden insgesamt rund 1,1 Millionen Dollar gestohlen.
Die Vorfälle zeigen, welche Risiken mit dem Zugriff von Handelsbots auf Krypto-Wallets verbunden sind – auch dann, wenn Nutzer die Software schon länger nicht mehr verwenden.
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